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Analysen - Ausland
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11.11.2011
Intercell Umsatzerlöse gestiegen
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Vladimira Urbankova, stuft die Aktie von Intercell (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) mit "reduzieren" ein.
Das österreichische Biotech-Unternehmen habe Anfang der Woche die Zahlen für die ersten neun Monate 2011 präsentiert. Die höheren Verkaufszahlen des Flagshipprodukts IXIARO/JESPECT (Produktumsätze seien von EUR 9,4 Mio. in 1-3Q 10 auf EUR 15,5 Mio. in 1-3Q 11 gestiegen) in Verbindung mit einer Meilensteinzahlung von Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) in der Höhe von USD 6,0 Mio. hätten die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 22,7% auf EUR 25,9 Mio. steigen lassen.
Durch die Fortsetzung des massiven Sparprogramms im dritten Quartal (die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen seien in 1-3Q 11 um 57,2% zurückgeschraubt worden) sei es Intercell gelungen, den Nettoverlust gegenüber dem Vorjahr um 59,5%, auf EUR 20,6 Mio. zu verringern. Die Cashposition per Ende September 2011 habe EUR 68,8 Mio. betragen und bestätigt, dass die Firma einen weiteren Schritt in Richtung Stabilisierung der Finanzen gemacht habe (der operative Cashabfluss sei im abgelaufenen Quartal auf EUR 3,0 Mio. gesunken).
Die Prognose für das Gesamtjahr 2011 sei bestätigt worden: Das Management erwarte weiterhin einen Anstieg der IXIARO/JESPECT Umsätze um 60 bis 70% im Jahresvergleich und einen Nettoverlust von EUR 30 bis 40 Mio.
Obwohl die Dynamik der Ixiaro Umsätze unter den Analysten und den Markterwartungen gelegen habe, sei der Nettoverlust, dank wesentlich höherer Einsparungen (sowie positiven Wechselkurseinflüssen), geringer ausgefallen als erwartet (die Analystenschätzung des 1-3Q Nettoverlusts sei EUR 23,6 Mio. gewesen; die Marktprognose habe bei EUR 21,8 Mio. gelegen). Die Analysten würden in ihrer nächsten Analyse erwägen, die niedrigeren Erlöse und Kosten berücksichtigend, ihre Prognose des Nettoverlusts etwas zu verringern (derzeit würden die Analysten einen Nettoverlust von EUR 43,3 Mio. und Umsatzerlöse von EUR 40,0 Mio. erwarten).
Nichtsdestotrotz würden die Analysten noch keinen Grund sehen, ihre konservative Haltung zur Aktie zu ändern. Erstens sei der zu erwartende Newsflow bis Jahresende aus heutiger Sicht wenig inspirierend; entscheidende Daten aus dem am weitesten fortgeschrittenen Forschungsprogramm, das des Impfstoffkandidaten gegen Pseudomonas aeruginosa (in Kooperation mit Novartis), würden erst für Mitte 2013 erwartet. Zweitens bringe der neue Sparkurs zwar solide Resultate in überraschend kurzer Zeit, doch seien die Analysten der Meinung, dass das Unternehmen ein beschleunigtes Umsatzwachstum erst unter Beweis stellen müsse.
Die derzeitigen Marktturbulenzen sowie die sinkende Liquidität der Aktie (nachdem sie aus dem ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) ausgeschieden sei) würden gegen steigendes Investoreninteresse an dem Papier in naher Zukunft sprechen. Daher würden die Analysten potenziellen Investoren empfehlen, weiter abzuwarten.
Die Analysten der Erste Bank bewerten die Aktie von Intercell mit "reduzieren". (Analyse vom 11.11.2011) (11.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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