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News - DAX 100
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10.11.2011
STADA: Ergebnis von Sondereffekten aus Serbien belastet
aktiencheck.de
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Bad Vilbel (aktiencheck.de AG) - Bei der STADA Arzneimittel AG (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) lagen die Umsatz- und operativen Ertragskennzahlen in den ersten neun Monaten 2011 im Rahmen der Erwartungen. Allerdings verzeichnete der Konzern im dritten Quartal 2011 unerwartet in Serbien hohe einmalige ertragsbelastende Sondereffekte, so dass die ausgewiesenen Ertragskennzahlen stark rückläufig und teilweise negativ waren.
Wie der Pharmakonzern am Donnerstag mitteilte, wuchs der Konzernumsatz um 6 Prozent auf 1,25 Mrd. Euro, nach 1,18 Mrd. Euro im Neunmonatszeitraum 2010. Das Wachstum basierte unverändert auf den internationalen STADA-Umsätzen, deren Anteil am Konzernumsatz im Berichtszeitraum insgesamt 71 (2010: 67) Prozent betrug.
Angesichts hoher ertragsbelastender einmaliger Sondereffekte im Wesentlichen bedingt durch Wertminderungen auf offene Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen im dritten Quartal 2011 waren die auf den Konzern bezogenen ausgewiesenen Ertragskennzahlen im Berichtszeitraum stark rückläufig und teilweise negativ, lagen aber operativ - d.h. unter Ausklammerung der einmaligen Sondereffekte - alle über den entsprechend bereinigten Ertragskennzahlen des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.
Das operative Ergebnis ging um 44 Prozent auf 59,2 Mio. Euro zurück. Der Konzerngewinn nahm im Berichtszeitraum auf -6,5 Mio. Euro ab, nach zuvor 38,8 Mio. Euro. Ferner war das EBITDA um 26 Prozent auf 134,6 Mio. Euro rückläufig.
Bereinigt man die Ertragskennzahlen um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten und nicht operativ bedingten Effekten aus Zinssicherungsgeschäften (2010: bereinigt um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften), zeigte das bereinigte operative Ergebnis ein Plus von 10 Prozent auf 182,1 Mio. Euro. Der bereinigte Konzerngewinn verzeichnete einen Anstieg von 10 Prozent auf 99,9 Mio. Euro und das bereinigte EBITDA nahm um 7 Prozent auf 240,7 Mio. Euro zu.
Bei den um einmalige Sondereffekte bereinigten Ertragskennzahlen geht der Vorstand im Konzern sowohl für 2011 als auch für 2012 weiterhin von einem Wachstum aus. Für 2011 sieht der Vorstand dabei für das um einmalige Sondereffekte bereinigte EBITDA aus heutiger Sicht unverändert die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich.
Des Weiteren hält der Vorstand unverändert an seiner für 2014 in Aussicht gestellten Langfristprognose fest, nach der bei einem Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. Euro auf bereinigtem Niveau ein EBITDA von ca. 430 Mio. Euro und ein Konzerngewinn von ca. 215 Mio. Euro - auf der Basis eines weitgehend organischen Geschäfts - erreicht werden sollen.
Die Aktie von STADA notiert aktuell mit einem Minus von 1,60 Prozent bei 16,93 Euro. (10.11.2011/ac/n/d)
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