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Analysen - Ausland
04.11.2011
UNIQA hohe Verluste für 2011 erwartet
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Christoph Schultes, bewertet die Aktie von UNIQA (ISIN AT0000821103/ WKN 928900) unverändert mit dem Rating "reduzieren".

Die UNIQA habe in dieser Woche bekannt gegeben, ihre griechischen Staatsanleihen auf den Marktwert des 30.09.2011 abzuschreiben, d.h. auf rund 35% des Nominalwertes. Mit diesem Schritt könne die UNIQA ihre prognostizierte "schwarze Null" nun nicht mehr erreichen, der voraussichtliche Verlust für 2011 betrage nun zwischen 250 und 300 Mio. EUR Dass es keine Dividende für 2011 geben werde, habe bereits vorher festgestanden.

Am Gesamtbild ändere sich durch diese (nicht ganz überraschende) Abwertung nur wenig. Die Eigenkapitaldecke werde dadurch noch dünner, dennoch gehe man im Unternehmen aktuell von einer Überdeckung der Eigenkapitalmittelerfordernis von ca. 30% aus. Verglichen mit anderen Versicherungen sei das relativ wenig, die für 2013 geplante Kapitalerhöhung werde diese Zahl jedoch verbessern.

In der Bilanz habe die UNIQA nun gründlich aufgeräumt, für das nächste Jahr dürften somit wieder Gewinne erwartet werden. Bewertungstechnisch bleibe die UNIQA relativ teuer. Die Aktie notiere noch immer über Buchwert, was zurzeit eher untypisch für Versicherungen sei.

Die Bilanz ist deutlich schwächer als bei anderen Versicherungsunternehmen, weswegen die Analysten der Erste Bank auch weiterhin von einem Kauf der UNIQA-Aktie abraten. Das Kursziel werde bei 10,50 EUR gesehen. (Analyse vom 04.11.2011) (04.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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