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Analysen - Ausland
04.11.2011
Suntech Power Holdings Solarbranche steckt tief in der Krise
Der Aktionär

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Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" empfehlen bei der Aktie von Suntech Power Holdings (ISIN US86800C1045/ WKN A0HL4L) mit einem Einstieg abzuwarten.

Gerüchten zufolge solle der weltgrößte Solarmodulhersteller Suntech Power Holdings pleite sein und einen Insolvenzantrag gestellt haben. Ein Sprecher des Unternehmens habe diese Gerüchte mittlerweile dementiert und mitgeteilt, dass es dem Konzern gut gehe.

Doch "gut" scheine übertrieben, denn allein im zweiten Quartal habe das Unternehmen einen operativen Verlust von 170 Mio. USD verbuchen müssen. Angesichts der weiter extrem gefallenen Modulpreise werde das zweite Halbjahr wohl noch schlechter ausfallen.

Zur Jahresmitte hätten sich die Nettoschulden auf 1,78 Mrd. USD belaufen. Auch wenn das Eigenkapital noch deutlich positiv gewesen sei, so habe sich die Lage nach Meinung von Solar-Analyst Gordon Johnson zuletzt verschlechtert: "Suntech ist effektiv pleite, denn die Schulden übersteigen den Enterprise Value, aber die chinesische Regierung wird wohl einsteigen und Suntech Power Holdings von einer potenziellen tatsächlichen Insolvenz retten".

Aufgrund dessen, dass an Unternehmen wie Suntech Power Holdings Kredite in Milliardenhöhe zu Zinsen von unter 2% vergeben worden seien, sei ein Eingreifen des Staates tatsächlich sehr wahrscheinlich.

Nach Meinung der Experten von "Der Aktionärsbrief" stecke die Solarbranche tief in der Krise und Anleger sollten sich mit Solar-Investments wie bei der Aktie von Suntech Power Holdings weiterhin zurückhalten. (Ausgabe 45) (04.11.2011/ac/a/a)

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