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Analysen - Ausland
04.11.2011
Transocean 2012 mit hohen Betriebskosten und belasteten Margen
Vontobel Research

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Fabian Haecki, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Transocean (ISIN CH0048265513/ WKN A0REAY) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" nach wie vor mit "hold" ein.

Transocean habe gestern mit einem schwachen Betriebsergebnis und einem Wechselkursverlust im Zusammenhang mit der Übernahme von Aker Drilling enttäuscht. Auf der Grundlage der niedrigeren Umsatzerwartungen und der höheren Betriebskosten würden die Analysten ihre Umsatzschätzungen für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 um 4%, 2% bzw. 2% und ihre in CHF berechneten EPS-Prognosen um 65%, 43% bzw. 21% senken.

Das Unternehmen und die Analysten hätten die massive Kostenwelle für die Rezertifizierung von Blowout-Preventern und andere Sicherheitsverbesserungen an den Bohrinseln nach der Deepwater Horizon-Ölpest vom Vorjahr deutlich unterschätzt. Dies habe zu längeren Werftzeiten der Ultra-Tiefwasserrigs geführt. Da die Rezertifizierung von Transoceans Flotte erst zur Hälfte abgeschlossen sei, würden die Betriebsausgaben im Jahr 2012 ungewöhnlich hoch bleiben und die EBIT-Marge belasten. Die Nachfrage nach Standard-Rigs sei immer noch niedrig, verbessere sich aber.

Transocean werde derzeit mit einem Aufschlag gegenüber seinen Konkurrenten gehandelt und die Bewertung an sich sei recht unattraktiv geworden, während die Bilanzverschuldung bedenklich zunehme. 2012 werde ein weiteres schwieriges Jahr, da der Rechtsstreit mit BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) noch immer andauere und die Tiefwasserflotte komplett rezertifiziert werden müsse.

Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Transocean-Aktie weiterhin mit dem Rating "hold". Das Kursziel werde von CHF 55 auf CHF 47 gesenkt. (Analyse vom 04.11.2011) (04.11.2011/ac/a/a)
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