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Analysen - Ausland
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02.09.2002
Schneider untergewichten
Helaba Trust
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Schneider-Aktie (WKN 860180) mit "untergewichten".
Zuletzt habe Schneider mit relativ erfreulichen Nachrichten aufwarten können. So sei die Umsatzberichterstattung für den Hinweis genutzt worden, dass die EBITA-Marge - ein entscheidendes Steuerungselement der Konzernleitung - im ersten Halbjahr leicht oberhalb des Tiefs aus dem 2. Halbjahr 2001 gelegen habe. Wenig später sei der Vertrag mit dem Wendel-Konsortium unterschrieben worden, wonach die 98,1%-Beteiligung an Legrand, deren Übernahme durch das Kartellamt untersagt worden sei, zu 3,63 Mrd. Euro verkauft werde.
Demnach reiche die Wertberichtigung aus dem vergangenen Jahr, die einen Milliardenverlust beschert habe, gerade aus. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt, dass Schneiders letzte Trumpfkarte, die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, ebenfalls abschlägig beschieden werde, d.h. es bestehe noch eine winzige Chance, den Merger doch zu vollziehen.
Für das Zahlenwerk des 1. Halbjahres, das am 5. September veröffentlicht werde, lasse sich somit folgender Rahmen stecken: Der Umsatzeinbruch von 7% gegenüber dem Vorjahr habe einen Abschlag beim EBITA in der Größenordnung von 20% zur Folge. Beim Ergebnis vor Steuern stelle sich Frage, ob das außerordentliche Ergebnis Einfluss nehme. Es sei in den vergangenen Jahren stets negativ gewesen, im ersten Halbjahr allerdings jeweils nur geringfügig.
Im Falle eines außerordentlichen Saldos von Null dürfte das schlechtere Finanzergebnis dazu führen, dass Brutto- und Nettoergebnis Abschläge von rund 25% gegenüber dem Vorjahr erführen. Immerhin läge das bereinigte Ergebnis dann deutlich über dem schwachen Niveau aus dem 2. Halbjahr 2001, was einen wichtigen Baustein dafür darstellen würde, den Titel wieder höher zu gewichten.
Die Empfehlung der Analysten von Helaba Trust für Schneider lautet "untergewichten".
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