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Analysen - Ausland
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28.10.2011
AT&T versucht Übernahme von T-Mobile USA zu retten
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von AT&T (ISIN US00206R1023/ WKN A0HL9Z) unverändert mit dem Rating "halten" ein.
AT&T habe im dritten Quartal 2011 die Zahl der Vertragskunden im Mobilfunkbereich um 319.000 Kunden steigern können und damit über den Analystenerwartungen in Höhe von 294.000 Kunden gelegen. Der Nettogewinn habe mit USD 0,61 je Aktie einen Rückgang im Jahresvergleich von knapp über 70% aufgewiesen, damit allerdings die Erwartungen erfüllt. Bereinige man hingegen das Vorjahresquartalsergebnis um Einmaleffekte (z.B. Verkauf von Sterling Commerce etc.), dann belaufe sich das Ergebnis auf USD 0,54 pro Aktie.
Der geplanten Übernahme von T-Mobile USA wehe beträchtlicher Widerstand entgegen: Das US-Justizministerium habe Ende August eine Kartellklage eingereicht und auch sieben US-Bundesstaaten würden sich gegen die Akquisition aussprechen. Der Prozess solle am 13. Februar 2012 beginnen. Unterdessen versuche AT&T Frequenzen und Kunden an kleinere Rivalen (z.B. Metro-PCS) zu verkaufen, um die Befürchtungen der Regulierungsbehörde wegen einer zu starken Marktkonzentration zu entkräften. Ein erster Teilerfolg habe hingegen erzielt werden können: Ein Gericht in Washington habe den Antrag des Rivalen Sprint Nextel (ISIN US8520611000/ WKN 857165) abgewiesen, Einblick in die an die Wettbewerbshüter übermittelten Dokumente zu erhalten, um damit die Übernahme besser bekämpfen zu können.
Der operative Umsatz habe sich um 0,3% im Jahresvergleich auf USD 31,48 Mrd. reduziert und damit die Erwartungen in Höhe von USD 31,58 Mrd. verfehlt. Ein weiterer negativer Aspekt sei die Festnetzschwäche: Trotz der 7,6%igen Steigerung des Datenumsatzes habe der starke Umsatzrückgang von -10,5% im Sprachsegment nicht kompensiert werden können.
AT&T habe mit den Zahlen für das dritte Quartal 2011 die Analystenerwartungen zum Teil nicht erfüllen können. Das Kundenwachstum im Mobilfunksegment sei zwar besser als erwartet ausgefallen, relativiere sich allerdings bei Betrachtung des eher enttäuschen Festnetzbereichs. Anstelle des erwarteten iPhone 5 habe Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) das iPhone 4S vorgestellt, welches dennoch einen reißenden Absatz gefunden habe - bereits in den ersten vier Verkaufstagen habe AT&T eine Million Stück absetzen können. Dementsprechend sei im vierten Quartal mit einer erhöhten Ausgabenbelastung zu rechnen, das Telekomkonzerne stets in Vorleistung zu Apple gehen und dem Endkunden das Gerät mit einer je nach Vertrag sehr hohen Subvention verkaufen würden.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank belassen ihre bisherige Einschätzung für die AT&T-Aktie auf "halten". (Analyse vom 27.10.2011) (28.10.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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