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Analysen - Ausland
25.10.2011
J.P. Morgan Chase Quartalsergebnis dank US-Bilanzierungsstandards über Erwartungen
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von J.P. Morgan Chase (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) nach wie vor mit "halten" ein.

Das Institut zähle zu den Gewinnern der Finanzkrise und habe sich eine starke Marktstellung sowohl im Investmentbanking als auch im Retailgeschäft gesichert. Die Dotierung zu Kreditrisikovorsorgen habe sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 25% auf USD 2,41 Mrd. verringert. Das Verhältnis von Risikovorsorgen zu Krediten habe im zweiten Quartal 2011 weiter auf 3,74% abgenommen (Vorquartal: 3,83%).

Der Nettogewinn sei gegenüber dem Vorjahresquartal um 4% auf USD 4,26 Mrd. gefallen, was einem Gewinn je Aktie von USD 1,02 entspreche. Damit seien die Markterwartungen (durchschnittlich USD 0,92 je Aktie) deutlich übertroffen worden. Die Erträge hätten mit USD 24,37 Mrd. auf dem Vorjahresniveau und damit leicht über den Erwartungen gelegen. Aufgebessert worden sei sei das Ergebnis durch eine Neubewertung der eigenen Verbindlichkeiten (Credit Valuation Adjustment), welche den Gewinn vor Steuern um USD 1,9 Mrd. bzw. USD 0,29 je Aktie erhöht habe.

Die Abwertung der Verbindlichkeiten resultiere aus den zuletzt stark angestiegenen CDS-Spreads. Letztere würden den Grad der Unsicherheit der Gläubiger in Bezug auf die Schuldendienstfähigkeit der US-Bank implizieren. Im Rahmen seines USD 15 Mrd. schweren Aktienrückkaufprogramms habe J.P. Morgan Chase im abgelaufenen Quartal USD 4,4 Mrd. realisiert. Die Nettozinsmarge sei im dritten Quartal weiter auf 2,68% gesunken (Q2 2010: 3,03%).

Dank Neubewertung der eigenen Verbindlichkeiten habe J.P. Morgan Chase sowohl Umsatz als auch Gewinn auf Vorjahresniveau halten können. Ohne diesen Sondereffekt hätte das Investmentbanking einen Verlust berichten müssen, was die Schwierigkeiten dieser Sparte im aktuell turbulenten Marktumfeld unterstreiche. Sowohl im Anleihen- als auch im Kapitalmarktgeschäft hätten deutliche Ertragsrückgänge verzeichnet werden müssen. Profitiert habe das Institut hingegen von einer weiteren Entspannung des Kreditrisikos.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank belassen ihre Einschätzung für die J.P. Morgan Chase-Aktie auf "halten". (Analyse vom 24.10.2011) (25.10.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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