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Analysen - Nebenwerte
21.10.2011
Dürr Investment Story ist intakt
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christian Cohrs, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Dürr (ISIN DE0005565204/ WKN 556520) weiterhin mit "kaufen" ein.

Dürr habe am Mittwoch einen Capital Markets Day auf dem BMW-Gelände in Regensburg veranstaltet, auf dem das Management die aktuelle Geschäftsentwicklung und die einen Tag zuvor veröffentlichten vorläufigen Q3-Zahlen näher beleuchtet habe. Für die Analysten würden sich daraus zwei wesentliche Erkenntnisse ergeben:

Selbst eine mögliche bevorstehende Abkühlung sollte Investoren nicht von einem Einstieg in die Aktie abhalten. "Ständiger Wettlauf um Kapazitäten": Aussagen des Managements hätten vollumfänglich auf einer Linie mit der Investmentthese des jüngsten Researchberichts der Analysten gelegen, wonach die hohe Automobilnachfrage in den Schwellenländern einen Wachstumsimpuls liefere, der mögliche negative zyklische Effekte ausgleichen sollte. Jüngste Aussagen von Autoherstellern auf der IAA sowie aktualisierte Fahrzeugproduktionsprognosen von unabhängigen Quellen würden auf unverändert hohe Investitionen in neue Pkw-Produktionsanlagen deuten. Die Projektanfragen von Kunden würden sich unverändert auf einem hohen Niveau bewegen.

Der Auftragsbestand von EUR 2,1 Mrd. sei komfortabel und markiere einen neuen Rekord. Das Ergebniswachstum für 2012 (und teilweise auch schon für 2013) sei damit bereits mehr oder weniger in Stein gemeißelt.

Das operative Bild sei besser als erwartet. Entgegen der Analysten-Erwartungen habe es noch keine Anzeichen einer Verlangsamung gegeben, sondern das Gegenteil: Mit EUR 866 Mio. habe sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und auch deutlich über dem Quartalsdurchschnitt von H1/11 gelegen (ca. EUR 600 Mio.). Die Auftragsentwicklung sei in allen drei Geschäftsbereichen positiv gewesen.

Umsatz (EUR 524 Mio., +56% ggü. Vj.), EBITDA (EUR 34 Mio., +92%) und EPS (EUR 1 vs. EUR 0,18 im Vj.) hätten trotz einer schwächer als erwarteten Bruttomarge (16,9%, Rückgang 200 BP ggü. Vj. und 180 BP ggü. Vq.) leicht über den Analysten-Prognosen gelegen. Der Margenrückgang sei kein Grund zur Sorge, sondern das Ergebnis verschiedener (temporärer) Faktoren: ein relativ niedrigerer Anteil an (margenstarken) Wartungserlösen aufgrund des derzeit außergewöhnlich starken Projektgeschäfts; Projekte mit schwachen Preisen, die noch aus der Krisenzeit stammen würden, würden sich zurzeit im Umsatz niederschlagen (mittlerweile hätten sich die Preise wieder völlig erholt); zusätzliche Kosten im Zuge einer Kapazitätsüberauslastung für mehr Zeitarbeitskräfte und Zulagen für Sonderschichten. Der vierteljährliche Free Cashflow habe bei ca. EUR 30 Mio. gelegen, die Nettoverschuldung habe sich auf EUR 1 Mio. verringert.

Für 2011 habe das Management einen Auftragseingang von EUR 2,5 Mrd. (bisher: EUR 2 Mrd.), einen Umsatz von ca. EUR 1,8 Mrd. (bisher: EUR 1,75 Mrd.), eine operative Marge von ca. 5% (bisher: 4 bis 4,5%) und ein Nettoergebnis von EUR 50 Mio. ins Auge gefasst. Letzteres liege 14% über dem aktuellen Konsens.

Trotz des jüngsten Kursanstiegs sei das Unternehmen mit einem EV/EBITDA 2012e von 4,4x und einem KGV von 7,9x auch weiterhin attraktiv bewertet. Sie würden ihr Modell überarbeiten, sobald ihnen die vollständigen Q3-Ergebnisse vorlägen (Veröffentlichung voraussichtlich am 03.11.). Angesichts der vorläufigen Zahlen dürften sie ihre Prognosen leicht anheben.

Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Dürr-Aktie. (Analyse vom 20.10.2011) (21.10.2011/ac/a/nw)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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