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Analysen - Ausland
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29.08.2002
Holcim kein Grund zur Panik
Wegelin & Co.
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www.optionsscheinecheck.de
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Den Analysten von Wegelin & Co. zufolge gibt es bei der Holcim-Aktie (WKN 869897) keinen Grund in Verkaufspanik zu verfallen.
Der Zementhersteller habe heute morgen einen Halbjahresgewinn von 292 Mio. CHF (Schweizer Franken) gemeldet. In Anbetracht der Konsensschätzung von 378 Mio. CHF dürfte die Enttäuschung ob dem Abschneiden nicht ausbleiben. Der Umsatz sei bei 6,4 Mrd. CHF zu liegen gekommen und habe die Vorgaben von 6,5 Mrd. CHF leicht verpasst. Der operative Gewinn sei mit 935 Mio. CHF angegeben worden, was sich nicht mit den durchschnittlichen Vorstellungen der Sachkundigen decke (975 Mio. CHF).
Dem sei aber noch nicht genug gewesen: Die Konzernleitung habe eingestehen müssen, dass das Ergebnis 2001 nicht wiederholt werden könne. Noch im Mai 2002 seien andere Töne zu vernehmen gewesen: Das Ergebnis 2002 werde im Rahmen oder gar über demjenigen des Jahres 2001 liegen. Die Gründe lägen auf der Hand: Die Wechselkurse (Holcim generiere etwa die Hälfte der Verkäufe in US-Dollars) und die abflachende Weltkonjunktur würden auch beim Schmidheiny-Konzern tiefe Spuren hinterlassen. Außerdem seien noch immer Kosten für die Schließung eines Werkes in Colorado und Abschreibungen für Argentinien zu erwarten (im 1. Halbjahr 2002 seien für Argentinien Abschreibungen im Umfang von 63 Mio. CHF getätigt worden).
Ja, diese Hypothek werde wohl im heutigen Handel doch schwer wiegen, zumal ja die Vorgaben der Leitbörse Wall Street auch nicht gerade erbauend seien.
Aber: Das Unternehmen aus Jona habe es immer wieder verstanden, auch in sehr heiklen Lagen exzellent zu navigieren. Warum solle das diesmal anders sein, so die Analysten. Klar, die Gewinnwarnung bedarf der Verarbeitung an der Börse, aber deswegen in Verkaufspanik zu verfallen, wäre bei Holcim sicherlich nicht angebracht, meinen die Analysten von Wegelin & Co.
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