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Analysen - Ausland
29.09.2011
ENI Produktionssteigerungen in Libyen machen Hoffnung
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Hannes Loacker und Helge Rechberger, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von ENI (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) mit "halten" ein.

Die Dividendenrendite betrage aktuell knapp acht Prozent. ENI plane seinen 33%-Anteil am portugiesischen Energiekonzern Galp (ISIN PTGAL0AM0009/ WKN A0LB24) zu verkaufen. Verhandlungen mit dem brasilianischen Ölriesen Petrobras (ISIN BRPETRACNPR6/ WKN 899019) hätten sich indes zerschlagen.

Der um Sonderfaktoren bereinigte Nettogewinn sei im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 14% auf EUR 1,4 Mrd. gesunken, womit der Analystenkonsensus um fast zehn Prozent verfehlt worden sei. Die Ölproduktion sei im zweiten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 15% gefallen. Dieser Rückgang sei in erster Linie auf die zum damaligen Zeitpunkt vorherrschenden Unruhen in Libyen zurückzuführen.

Der Bericht zum zweiten Quartal habe erneut im Zeichen der Unruhen in Libyen gestanden. Mit einem Ausfall der Öl- und Gasproduktion in Libyen von mehr als 80% sei das Ergebnis ordentlich verhagelt worden. So enttäuschend diese Produktionszahlen auch sein mögen, so erfreulich ist die jüngste Entwicklung in dem noch immer nicht gänzlich befreiten Wüstenstaat, so die Analysten der Raiffeisen Centrobank. So habe mittlerweile die Ölproduktion bereits wieder aufgenommen werden können.

Die Ölförderung sei von 50.000 Fass pro Tag (FpT.) auf 86.900 FpT. gesteigert worden (Stand vom 26.09.2011). Bis zum Vorkriegsniveau von 280.000 FpT. sei es zugegebenermaßen noch ein weiter Weg. Dennoch stelle sich die Situation in Libyen für ENI mittlerweile wieder deutlich erfreulicher dar als noch vor rund zwei Monaten.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die ENI-Aktie mit dem Rating "halten". (Analyse vom 28.09.2011) (29.09.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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