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Analysen - Marktberichte
23.09.2011
Emerging Markets-Aktienmärkte können sich Abwärtstrend nicht entziehen
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Börsen der Schwellenländer können sich dem weltweiten Abwärtstrend nicht entziehen und tendieren klar schwächer, so die Analysten der Erste Bank.

Der Hang-Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) verliere knapp 8% und könne somit - wie in der Vorwoche befürchtet - den enorm wichtigen Support bei 19.000 nicht verteidigen. Unter Fondsmanagern steige zunehmend die Risikoaversion. So setze die Mehrheit erstmals seit Anfang 2009 die Aktienquote auf "untergewichten". Neben Europa würden auch andere Regionen kritisch beurteilt. Es treffe nun auch die sonst so zuverlässige Volkswirtschaft China, die sich im Bezug auf Wirtschaftswachstum stets hervorgehoben habe. Im asiatischen Raum erwarte ein Drittel der Fondsmanager einen Rückgang des Wirtschaftswachstums Chinas.

Der Shanghai Composite verliere auf Wochensicht 1,75%. Die Lage am chinesischen Häusermarkt bleibe angespannt. Eine Befragung von Haushalten habe ergeben, dass die Mehrheit die Immobilienpreise als zu hoch ansehen würden. Chinas Premierminister Wen Jiabao wolle nun den Bau günstiger Wohnungen beschleunigen. Anzeichen, dass die Immobilienpreise fallen könnten, seien zum einen ein Umsatzrückgang von 11% von China Overseas Land & Investment. Der Immobilienentwickler werde vom chinesischen Bauministerium kontrolliert. Außerdem erwarte Sun Hung Kai Properties (ISIN HK0016000132/ WKN 861270) im laufenden Geschäftsjahr einen deutlichen Umsatzrückgang.

Der chinesische Weltmarktführer im Bereich Betonpumpen Sany Heavy Industry (ISIN KYG781631059/ WKN A0YEQ6) wolle durch eine Zweitnotierung in Hong Kong rund USD 3,3 Mrd. einsammeln. Erster Handelstag solle der 3. Oktober sein. Auf diese Weise solle der Zugang zu Auslandsmärkten erleichtert werden, zum Beispiel für Fusionen oder Übernahmen. Sany habe 2010 einen Umsatz von umgerechnet USD 5,3 Mrd. und einen Gewinn von USD 880 Mio. erwirtschaften können. Die Aktie habe seit Jahresanfang um 3% zulegen können, wohingegen der Gesamtmarkt 13% gefallen sei.

Chinas größter Broker City Securities wolle trotz des turbulenten Börsenumfelds in Hong Kong ein IPO durchführen und auf diese Weise USD 1,9 Mrd. aufnehmen. Abhängig vom Emissionspreis würden die Aktien 2011 mit einem KGV zwischen 13 und 16 bewertet werden.

Der Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) in Sao Paulo verliere 5,50%, während der Merval (ISIN ARMERV160025/ WKN A0AEM9) in Buenos Aires sogar um 10,4% einbreche. In Brasilien habe sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt stabilisiert. Im August habe die Arbeitslosenquote wie im Juli 6% betragen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeute das einen Rückgang von ca. 10%. (23.09.2011/ac/a/m)



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