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News - Ausland
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16.09.2011
Swisscom sistiert Glasfaser-Kooperation
aktiencheck.de
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Bern (aktiencheck.de AG) - Die schweizerische Telefongesellschaft Swisscom AG (ISIN CH0008742519/ WKN 916234) muss die neu abgeschlossenen Glasfaserkooperationen nach dem Eingreifen der Kartellbehörde vorläufig aussetzen.
Nach dem Bericht und neuen Äußerungen des Sekretariats der Wettbewerbskommission (Weko) zu den Kooperationsvereinbarungen im Glasfaserausbau sieht sich Swisscom gezwungen, gemeinsam mit den Partnern sämtliche bereits abgeschlossene Verträge dahingehend zu überprüfen, ob Anpassungen am Kooperationsmodell mit vertretbarem unternehmerischem Risiko umsetzbar sind, teilte der Telekommunikationsanbieter am Freitag mit. Außerdem können neue – aber bereits fertig verhandelte – Kooperationsverträge vorläufig nicht unterschrieben werden, weil das zugrunde liegende Kooperationsmodell aufgrund der neuen Ausgangslage in Frage gestellt werden muss, so Swisscom weiter.
Das aktuelle Mehrfaser- und Kooperationsmodell ist während den letzten zwei Jahren an einem runden Tisch unter Leitung der ComCom mit allen Beteiligten entwickelt worden. Dank dieser Einigung der Branche wurde in der Schweiz eine Dynamik im Glasfaserausbau ausgelöst, die in Europa ihresgleichen sucht. Das entwickelte Kooperationsmodell sollte die Grundlage für einen schnellen und volkswirtschaftlich sinnvollen Glasfaserausbau in der Schweiz bilden. In ihrem Bericht zu den Glasfaserkooperationen in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich kritisierte das Sekretariat der Wettbewerbskommission (Weko) verschiedene Vertragsklauseln, welche elementare Eckpunkte des Kooperationsmodells sind. Im Bericht und aufgrund neuer Äusserungen des Sekretariats der Weko wird deutlich, dass das Sekretariat die Kooperationen ausschliesslich streng rechtlich beurteilen wird, ohne die reale Marktdynamik abzuwarten, hieß es weiter
Aufgrund dieser Einschätzung des Sekretariats der Weko sieht sich Swisscom gezwungen, gemeinsam mit ihren Partnern zu verhandeln, ob das Kooperationsmodell und die abgeschlossenen Verträge so angepasst werden können, dass sie noch mit vertretbarem unternehmerischem Risiko umsetzbar sind. Andernfalls kann Swisscom einen Alleinbau nicht ausschließen. Noch nicht unterschriebene Verträge mit einem Investitionsvolumen von 800 Mio. Schweizer Franken (CHF) müssen deshalb aufgrund der notwendigen Neuverhandlungen zurzeit sistiert werden, so der Konzern weiter.
Die Aktie von Swisscom notiert aktuell mit einem Plus von 0,60 Prozent bei 360,30 CHF. (16.09.2011/ac/n/a)
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