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Analysen - Ausland
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09.09.2011
Coca-Cola hohe Zuwächse in den Schwellenländern
Oldenburgische Landesbank
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www.optionsscheinecheck.de
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Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank AG, stuft die Aktie von Coca-Cola (ISIN US1912161007/ WKN 850663) unverändert mit "aufstocken" ein.
Das Unternehmen Coca-Cola sei als weltgrößter Getränkeproduzent global tätig und habe neben der klassischen Coca-Cola in der jüngsten Vergangenheit seine Produktpalette um diverse Getränkevariationen erweitert. So seien in den letzten Jahren neben zahlreichen Cola-Varianten sowohl verschiedene Wasserproduzenten gekauft als auch einige "Smoothies"-Hersteller akquiriert worden. Durch den Zusammenschluss von Coca-Cola und Coca-Cola Enterprises (ISIN US19122T1097/ WKN A1C56R) (Abfüllbetriebe) erwarte der Konzern Synergien von mindestens 350 Mio. US-Dollar in den nächsten drei Jahren. Die Analysten würden jedoch die Schätzungen als zu konservativ erachten und ein Potenzial von 450 bis 500 Mio. US-Dollar erwarten.
Die operative Stärke spiegele sich auch in der Bilanz wider. Mit einer Eigenkapitalquote von 44% und liquiden Mitteln von 14 Mrd. US-Dollar sei das Unternehmen für weitere Akquisitionen oder Investitionen gut gerüstet. Der Umsatz habe im zweiten Quartal 2011 deutlich auf 12,7 Mrd. US-Dollar gesteigert werden können. Der Gewinn habe 2,8 Mrd. US-Dollar erreicht. Der Gewinn pro Aktie sei um 10,4% auf 1,17 US-Dollar geklettert. Das operative Wachstum verzeichne Coca-Cola in erster Linie in den Schwellenländern, wo die Amerikaner mittlerweile rund 30% ihrer Umsätze generieren würden.
Entsprechend aggressiv baue Coca-Cola seine Präsenz in China aus. In Verbindung mit den chinesischen Lizenzpartnern Swire Beverages und Cofco Coca Cola Beverages wollten die Amerikaner in den kommenden drei Jahren von 2012 bis 2014 bis zu 4 Mrd. US-Dollar im Reich der Mitte investieren. Dies sei eine Verdoppelung der bisherigen Pläne. Auch beim Marketing umgarne Coca-Cola die chinesischen Konsumenten. An den gestiegenen Erlösen würden auch die Aktionäre über eine höhere Dividende beteiligt. Im Jahr 2012 sollten quartalsweise je 50 US-Cent pro Anteilsschein ausgezahlt werden. Angesichts des hohen operativen cash-flows stelle dies kein Problem dar. Die erhöhte Dividendenzahlung werde den Konzern im Ganzen 4,6 Mrd. US-Dollar kosten.
Coca-Cola sei historisch mit einer Prämie gegenüber den Wettbewerbern gehandelt worden, die jedoch aktuell auf historischen Tiefständen sei. Die operativen Entwicklungen würden bei Coca-Cola in die richtige Richtung zeigen. Mit den beiden sportlichen Großereignissen würden die Analysten im kommenden Jahr auch in den gesättigten Märkten potenzielle Wachstumstreiber sehen. Gerade aufgrund des defensiven Charakters des Unternehmens, gehöre die Aktie als Basisinvestment in jedes diversifizierte Depot. Dies habe sich speziell in den vergangenen vier Wochen gezeigt. Während die weltweiten Börsen Kursverluste zu verzeichnen gehabt hätten, habe die Coca-Cola-Aktie ein neues 10-Jahreshoch erklommen.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank AG bestätigen ihre "aufstocken"-Empfehlung für die Coca-Cola-Aktie. (Analyse vom 09.09.2011) (09.09.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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