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Analysen - Nebenwerte
13.09.2011
bet-at-home-com Verabschiedung des Glücksspielgesetzes in Schleswig-Holstein ohne kurzfristige Auswirkung
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Susanne Schwartze, Analystin von Warburg Research, stuft die Aktie von bet-at-home.com (ISIN DE000A0DNAY5/ WKN A0DNAY) nach wie vor mit "kaufen" ein.

Am Mittwoch werde das Bundesland Schleswig-Holstein in dritter Lesung über ein Glücksspielgesetz abstimmen. Die Analysten würden dies für einen positiven Schritt im komplexen und langwierigen Regulierungsprozess in Europa, insbesondere in Deutschland halten. Das Gesetz erfülle die EU-Vorschriften und scheine attraktive Konditionen für Anbieter und Spieler zu bieten.

Die Verabschiedung des Gesetzes wäre positiv für das Sentiment gegenüber dem Sektor, werde sich jedoch nicht unmittelbar auf den Geschäftsverlauf auswirken.

Wichtigster Treiber der Erlöse im Wett- und Glückspielgeschäft sei das Marketing. Nur voll regulierte, legalisierte Märkte würden lizenzierten Anbietern groß angelegte Kampagnen ermöglichen, die alle relevanten Medien einschließen würden. Mit Marketingkampagnen lasse sich das Wett- und Glückspielvolumen steigern und damit Ausgaben für Lizenzierung, Kosten oder technische Anforderungen kompensieren.

Es sei nicht sehr wahrscheinlich, dass bet-at-home und andere Anbieter umgehend eine Lizenz für Schleswig-Holstein beantragen würden. Die aktuelle Situation in einer rechtlichen Grauzone sei recht attraktiv. Ein deutschlandweiter Beschluss über einen neuen Glückspielstaatsvertrag werde für Dezember erwartet. Solange die Chance auf eine bundesweite Regelung unter Beachtung des EU-Rechts bestehe, die vernünftige Abgaben vorsehe, und solange Wettbewerber ohne Lizenz nicht rechtlich und technisch vom Markt ausgeschlossen werden könnten, würden Anbieter wahrscheinlich keine Lizenz in Schleswig-Holstein beantragen und dafür zahlen. Dies bedeute, dass es auch keine negative operative oder strategische Auswirkung habe, wenn der Beschluss erneut verschoben oder das neue Gesetz nicht verabschiedet werde.

Daher sollte es vorerst keine Auswirkung auf Anbieter wie bet-at-home haben, wenn das Gesetz am Mittwoch vom Landtag in Schleswig-Holstein verabschiedet werde. Es könnte die anderen 15 Bundesländer hinsichtlich eines Staatsvertrags, der das EU-Recht einhalte und für Anbieter und Spieler annehmbar attraktiv sei, etwas unter Druck setzen. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer würden sich am 26. - 28.10. und am 15.12 treffen. Ein Beschluss über einen neuen Vertrag werde für das Dezember-Meeting erwartet.

Bis der neue Vertrag durch die Bundesländer ratifiziert worden sei und der Lizenzprozess vorbereitet werde, werde bet-at-home die Nr. 2-Position in Deutschland weiter stabilisieren. Einige kleinere TV-Sender würden bereits Werbung von Wett- und Glücksspielanbietern akzeptieren, immer mehr Sponsoring-Partner würden ihre Logos tragen und zeigen

Mit einem guten Verlauf des aktuellen Betriebs und der Bereitschaft des Unternehmens, sobald wie möglich in Marketing zu investieren, sei bet-at-home gut gerüstet, um aus der erwarteten Regulierung in Deutschland Nutzen zu ziehen.

Die Analysten von Warburg Research bestätigen für die Aktie von bet-at-home.com ihre Kaufempfehlung mit einem unveränderten Kursziel von EUR 43, das aus einem DCF-Modell abgeleitet wurde. In einem Peer-Group-Vergleich liege der faire Wert im Bereich von EUR 29 bis EUR 40 und bietet damit ebenfalls ein deutliches Kurspotenzial. (Analyse vom 13.09.2011) (13.09.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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