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Analysen - Ausland
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08.09.2011
Vivendi hohe Dividendenrendite, aber unterdurchschnittliche Entwicklung
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Christian Hinterwallner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Vivendi (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) mit dem Rating "halten" ein.
Auf Basis der aktuellen Konsensschätzungen dürften sich die Aktionäre im nächsten Jahr über eine Dividendenrendite von rund 9,4% freuen. Das EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) habe in Q2 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,3% auf EUR 1,66 Mrd. gesteigert werden können. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn sei um 23,2% auf EUR 824 Mio. gewachsen.
Das Unternehmen habe seinen Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,2% auf EUR 7,07 Mrd. erhöht. Umsatz und EBITA hätten vor allem bei den Beteiligungen Activision-Blizzard und GVT markant gesteigert werden können. Die Entwicklung in den anderen Bereichen (Canal+, Maroc Telecom, SFR, UMG) habe sich zuletzt aber enttäuschend gezeigt. Das Unternehmen habe bestätigt, den um Desinvestitionen und Akquisitionen bereinigten Gewinn 2011 auf EUR 3 Mrd. (2010: EUR 2,70 Mrd.) zu steigern.
Die Beteiligungen an der Spiele-Software-Schmiede Activision-Blizzard und dem brasilianischen Telekomanbieter GVT seien nach wie vor die Wachstumspferde des französischen Medien- und Telekomkonglomerats. In den anderen Segmenten sorge der harte Wettbewerbsdruck bzw. die Saturierung der Märkte aber für teils heftigen Gegenwind. Auf Konzernebene würden die Analysten daher keine großen Sprünge nach vorne erwarten. Hervorzuheben sei zwar die hohe Dividendenrendite, gleichzeitig spreche nach Meinung der Analysten aber auch das zusehends schwieriger werdende Umfeld für Werbung für eine unterdurchschnittliche Entwicklung von Vivendi.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die Vivendi-Aktie mit dem Rating "halten". (Analyse vom 07.09.2011) (08.09.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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