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Analysen - Ausland
02.09.2011
Danone Tochtergesellschaft Unimilk ein Problemkind!?
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Christine Nowak, Analystin der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Danone (ISIN FR0000120644/ WKN 851194) auf "halten" herab.

Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum habe im zweiten Quartal ein außergewöhnlich hohes organisches Umsatzwachstum von 8,8% erwirtschaftet werden können. Alle Geschäftsbereiche und Regionen hätten einen positiven Umsatzbeitrag geliefert. Das starke Wachstum sei vor allem auf den guten Produktpreis-Mix zurückzuführen, der mit +5,7% auch die Analystenerwartungen übertroffen habe.

Positiv zu werten sei zudem die Stärkung der Position in den Emerging Markets mit dem Kauf des "Nutrition"-Geschäftsbereichs von Wockhardt (Sitz in Indien). Der Zukauf von Baby- und medizinischer Nahrung ermögliche eine raschere Expansion in China und Indien. Interesse bestehe auch an der Sparte für Babynahrung von Pfizer (ISIN US7170811035/ WKN 852009) (in Konkurrenz zu Nestlé (ISIN CH0012056047/ WKN 887208).

Produktivitätsverbesserungen, höhere Produktpreise und Einsparungen beim Werbeetat hätten den hohen Rohstoffkosten entgegenwirken können. Diesbezüglich habe sich der Rückgang der operativen Marge um lediglich 25 BP in Grenzen gehalten. Eine erwartete Entspannung auf der Rohstoffseite sollte eine Steigerung der operativen Marge auf Jahressicht um 20 BP ermöglichen. Die Sparte "functional und flavored water" solle stärker ausgebaut werden. Dieser Geschäftsbereich wachse wesentlich schneller.

Die Entwicklung des Hauptgeschäfts "Fresh Dairy" sei bei näherer Betrachtung enttäuschend ausgefallen. Die Mehrheitsbeteiligung an der russischen Unimilk liege deutlich unter den Unternehmenserwartungen. Durch die Bereinigung von Regalplätzen sowie markanten Preiserhöhungen (+17%) sei das Volumen um 11% im zweiten Quartal gefallen. Die Margenentwicklung dürfte sich entspannt haben; diese sei jedoch noch weit von den Zielvorgaben entfernt. Außerdem dürften die Hauptumsatzträger "Actimel" und "Activia" an ihre Wachstumsgrenzen gestoßen sein.

Danone habe nach den Zahlen für das zweite Quartal neuerlich seine Gesamtjahresziele für 2011 bestätigt (Erreichung eines 6 bis 8%-igen organischen Umsatzwachstums, Margenverbesserung um 20 BP sowie ein Gewinnwachstum um 10%). Eine Gefahr bei der Zielerreichung würden die Analysten allerdings im "Fresh Diary"-Bereich sehen, sofern sich die Lage von Unimilk nicht entspanne.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank sind diesbezüglich auf der vorsichtigen Seite und stufen daher die Danone-Aktie auf "halten" zurück. (Analyse vom 01.09.2011) (02.09.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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