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29.08.2011
UNIQA kann Ergebnis verbessern
aktiencheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die UNIQA Versicherungen AG (UNIQA Group Austria) (ISIN AT0000821103/ WKN 928900) konnte im ersten Halbjahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten.
Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, konnte bei den verrechneten laufenden Prämien ein Plus von 5,3 Prozent auf 2.828 Mio. Euro erreicht werden. In Österreich verbesserten sich die laufenden Prämien um 3,1 Prozent auf 1.873 Mio. Euro, im internationalen Bereich um 9,9 Prozent auf 955 Mio. Euro. Davon erwirtschafteten die UNIQA Gesellschaften in den Märkten Ost- und Südosteuropas 549 Mio. Euro (+10,8 Prozent), jene in Westeuropa 406 Mio. Euro (+8,7 Prozent).
Die gesamten verrechneten Prämien (laufende und Einmalerläge) der UNIQA Gruppe betrugen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 3.191 Mio. Euro, gegenüber 3.226 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang von 1,1 Prozent resultiert ausschließlich aus dem geringeren Volumen bei Einmalerlagsprodukten. Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt (nach IFRS) stiegen um 1,5 Prozent auf 2.638 Mio. Euro.
Die Versicherungsleistungen sind gegenüber der Vorjahresperiode um 9,7 Prozent auf 2,07 Mrd. Euro zurückgegangen. Die Schaden- und Leistungsquote über alle Sparten hat sich damit um 6,2 Prozentpunkte auf 71,3 Prozent verbessert. Die Combined Ratio in der Schaden- und Unfallversicherung konnte vor Rückversicherung auf 98,0 Prozent reduziert werden (1-6/2010: 101,8 Prozent) - nach Rückversicherung verbesserte sich die Combined Ratio gegenüber dem Vorjahr von 105,2 Prozent auf 100,7 Prozent.
Auf der Kostenseite machen sich den Angaben zufolge gestiegene Sozialkapitalaufwendungen (Abfertigungszahlungen) und erste Investitionen in die Schwerpunktprogramme zur nachhaltigen Verbesserung der Ertragssituation und Umsetzung der Wachstumsstrategie bemerkbar. Die gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich um 9,5 Prozent auf 725 Mio. Euro. Die Aufwendungen für den Versicherungsabschluss stiegen dabei entsprechend dem Neugeschäftsaufkommen um 8,6 Prozent auf 496 Mio. Euro. Die sonstigen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich um 11,4 Prozent auf 229 Mio. Euro.
Der Bestand an Kapitalanlagen der UNIQA Gruppe erreichte zum 30. Juni 2011 24.51 Mrd. Euro (+3,3 Prozent). Die weiterhin volatile Situation auf den Finanzmärkten und insbesondere die Schuldenkrise in einigen Ländern Europas haben die Entwicklung der Kapitalerträge im ersten Halbjahr negativ beeinflusst. Die ergebniswirksame Abschreibung auf griechische Staatsanleihen in der Höhe von 58 Mio. Euro umfasst Papiere mit Laufzeiten bis 2020 und erfolgte im Hinblick auf die Beteiligung des privaten Sektors an der Umschuldung Griechenlands. Bedingt durch diese Wertminderung, die ungünstige Entwicklung des US-Dollars und die - im Vergleich zum Vorjahr - geringeren realisierten Kursgewinne, sanken die Kapitalerträge um 39,3 Prozent auf 278 Mio. Euro.
Wie es weiter heißt, konnte der Periodenüberschuss durch die positive Entwicklung im operativen Kerngeschäft trotz der Rückgänge bei den Kapitalerträgen und der Investitionen in die nachhaltige Ertragsverbesserung der Gruppe um 6,8 Prozent auf 53 Mio. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) hat zum Halbjahr 72 Mio. Euro erreicht. Das entspricht einem Rückgang von 6,4 Prozent gegenüber dem adjustierten Vorjahreswert.
Für das weitere Geschäftsjahr 2011 geht die UNIQA Gruppe unter der Voraussetzung des Ausbleibens von Schadenbelastungen durch Naturkatastrophen, keiner weiteren negativen Entwicklungen der Kapitalmärkte und eines positiven konjunkturellen Umfelds von einer Fortsetzung des positiven Trends im operativen Kerngeschäft aus. Die zur Neupositionierung der Gruppe erforderlichen Maßnahmen in Hinblick auf die für 2013 geplante Kapitalerhöhung werden allerdings das Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 in Form von Sonderaufwendungen belasten.
Die Aktie von UNIQA notierte zuletzt in Wien bei 13,09 Euro. (29.08.2011/ac/n/a)
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