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Analysen - Nebenwerte
24.08.2011
bet-at-home-com Wachstumsstory trotz saisonal schwachem Q2 intakt
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Susanne Schwartze, Analystin von Warburg Research, stuft die Aktie von bet-at-home.com (ISIN DE000A0DNAY5/ WKN A0DNAY) nach wie vor mit "kaufen" ein.

bet-at-home habe in Q2 und H1 sogar, im Vergleich zu 2010, als der Umsatz durch die Fußballweltmeisterschaft begünstigt worden sei, ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnet. Insgesamt seien die Wett- und Gamingumsätze in Q2 um 17,4% auf EUR 437,9 Mio. bzw. in H1 um 25,9% auf EUR 865,2 Mio. gesteigert worden (WRe: EUR 820 Mio.). Der Brutto-Gamingumsatz (nach Gewinnauszahlung und Wettsteuern) habe unter einer niedrigeren Brutto-Gamingmarge von 3,63% in H1 nach 4,57% im Vorjahr gelitten und bei EUR 31,4 Mio. gelegen bzw. eine kleine Steigerung von 1,1% verzeichnet (WRe: EUR 31,0 Mio.).

Während bet-at-home in H1 2010 bei EBITDA, EBT und Jahresüberschuss noch rote Zahlen aufgewiesen habe, hätten im H1 des laufenden Jahres auf allen Ebenen schwarze Zahlen erzielt werden können. Wie erwartet sei Q2 weniger profitabel gewesen als Q1. Sonstige Aufwendungen und Personalkosten seien höher gewesen als erwartet. Um sich auf das anhaltende Wachstum bei Wett- und Gamingumsätzen vorzubereiten, stelle bet-at-home mehr Mitarbeiter ein. Nach 133 Angestellten per Ende 2010 werde per Ende 2011 eine Belegschaft von ca. 180 eingeplant.

Online-Gaming werde von zwei Faktoren getrieben: Einerseits sollte der Markt in den nächsten fünf Jahren um durchschnittlich 5% (Sportsbook) bis durchschnittlich 9% (Casino) wachsen. Andererseits lasse sich der Fortschritt bei der Liberalisierung und Regulierung in einzelnen Ländern kaum planen. Es scheine recht schwierig und zeitaufwändig zu sein, ein nationales Gesetz im Einklang mit dem EU-Gesetz zu entwickeln.

In Deutschland scheine es mittlerweile zumindest darüber Einvernehmen zu geben, dass ein gemeinsames Gesetz für alle 16 Bundesländer der effektivste Weg wäre. In Italien stehe bet-at-home kurz vor der Lizenzerteilung. Der Markteintritt von bet-at-home werde in Q4 erfolgen. In Spanien werde so bald wie möglich (im November) eine Lizenz beantragt. Alles in allem sollte das Unternehmen in den nächsten Jahren ein signifikantes Wachstum durch die verschiedenen Märkte generieren.

Bet-at-home könne seinen Anteil am attraktiven Wett- und Gaming-Markt wahrnehmen, da es hinsichtlich der Liquidität stark genug sei und über eine bekannte Marke für Markting und Sponsoring verfüge. Zudem scheine das Management in der Lage zu sein, für jeden Markt maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln. Bet-at-home setze auf intensives CRM. Bereits registrierte Kunden könnten so kostengünstig gehalten oder reaktiviert werden.

Das Gesamtwachstumspotenzial könnte durch die konjunkturelle Lage gedämpft werden, sodass die Analysten ihre Schätzungen leicht reduziert hätten. Entsprechend weise das DCF-Modell nun einen fairen Wert von EUR 43 nach EUR 47 auf.

Mit einem Potenzial von 100% bestätigen die Analysten von Warburg Research ihre Kaufempfehlung für die Aktie von bet-at-home.com. Auch der Peer-Group-Vergleich deute auf signifikantes Kurspotenzial. (Analyse vom 23.08.2011) (24.08.2011/ac/a/nw)



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