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Analysen - Marktberichte
19.08.2011
ATX notiert bereits unter Buchwert
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Das wilde Auf und Ab an den Börsen setzt sich fort, so die Analysten der Erste Bank.

Der ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) habe sich mit -1,3% im Wochenvergleich recht ansprechend gehalten und sei zumindest deutlich über den Tiefpunkten aus der ersten August-Hälfte geblieben. Die große Preisfrage aktuell sei natürlich, ob dies schon die Bodenbildungsphase sei oder ob der Abwärtstrend noch weiter gehen werde?

Der ATX habe nur im Lehman-Krisenjahr unter dem Buchwert geschlossen. Aktuell sei dies wieder der Fall. Der ATX notiere einige Prozentpunkte unter dem erwarteten Buchwert 2011 bzw. fast punktgenau am Buchwert 2010. Damit seien zwei Dinge klar: Erstens: Langfristig seien das schon recht günstige Werte. Zweitens: Kurzfristig könne es aber auch noch weiter nach unten gehen, sogar deutlich. Dies sei die relativ einfache Zusammenfassung. Die Charttechnik bestätige dieses Bild.

Zumindest habe sich in dieser Woche die Spreu vom Weizen getrennt und es mit STRABAG (ISIN AT000000STR1/ WKN A0M23V) (+9,8%), Zumtobel (ISIN AT0000837307/ WKN A0JLPR) (+8,0%) zwei recht deutliche Gewinner gegeben. Auch EVN (ISIN AT0000741053/ WKN 878279), Wienerberger (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) und einige weitere Werte hätten zulegen können. Die Verliererliste werde wieder einmal von den drei ATX-Finanzwerten angeführt (Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU), Erste Group Bank (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) und Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504/ WKN A0ET17): alle zw. -4 und -5%).

Aufgrund des sich eintrübenden wirtschaftlichen Ausblicks müssten die Analysten auch ihre Kursziele nach und nach anpassen - diese Woche passiert bei Mayr-Melnhof (ISIN AT0000938204/ WKN 890447) (von EUR 90 auf 82), Schoeller-Bleckmann (SBO)(ISIN AT0000946652/ WKN 907391) (von EUR 71,4 auf 58,1) und OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) (von EUR 40 auf 34). Dieser Trend werde sich die nächsten Tage und Wochen fortsetzen, wenn man den eingetrübten wirtschaftlichen Ausblick in die Kursziele einarbeite. Dennoch solle man nicht den Kopf in den Sand stecken - viele Werte würden auch nach diesen Revisionen ausreichend Aufwärtspotenzial auf Sicht von zwölf Monaten bieten.

In der nächsten Woche setze sich die Q2-Berichtssaison in Wien noch fort. Interessant würden sicherlich die Zahlen von Raiffeisen Bank International, CA Immobilien Anlagen (ISIN AT0000641352/ WKN 876520), Lenzing (ISIN AT0000644505/ WKN 852927), Flughafen Wien (ISIN AT0000911805/ WKN 884216) und Kapsch TrafficCom (ISIN AT000KAPSCH9/ WKN A0MUZU) (Q1). Letztlich würden aber die wirtschaftlichen Daten spielentscheidend sein, sprich komme eine Rezession oder nicht. (19.08.2011/ac/a/m)



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