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Analysen - Ausland
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19.08.2011
Intercell legt H1-Zahlen vor
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Vladimira Urbankova, stuft die Aktie von Intercell (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) mit "reduzieren" ein.
Das österreichische Biotech-Unternehmen habe am Anfang der Woche die Zahlen für das erste Halbjahr 2011 präsentiert. Beflügelt durch steigende Verkaufszahlen des Flagshipprodukts Ixiaro (Anstieg von EUR 5,6 Mio. in 1H 2010 auf EUR 10,4 Mio. in 1H 2011) und einer Meilensteinzahlung in der Höhe von USD 6,0 Mio. (von Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) für die Erfüllung der Wirksamkeitskriterien in der eingestellten klinischen Phase II/III-Studie des Impfstoffkandidaten gegen S. aureus) seien die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 27,5% auf EUR 18,4 Mio. gestiegen.
Durch massive Einsparungen (-57,7% bei den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen) habe Intercell den Nettoverlust gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 44,2% auf EUR 12,9 Mio. verringern können. Die Cashposition per Ende Juni 2011 habe EUR 79,6 Mio. betragen. Für das Gesamtjahr 2011 erwarte das Management weiterhin wachsende IXIARO/JESPECT-Umsätze (um 60 bis 70% im Jahresvergleich) und einen Nettoverlust von EUR 30 Mio. bis EUR 40 Mio. Der Periodenverlust sei dank der unerwarteten Meilesteinzahlung von Merck und wesentlich größeren Einsparungen besser ausgefallen als von den Analysten und dem Markt erwartet.
Ebenso erfreulich sei die Entwicklung der Ixiaro-Umsätze gewesen, deren Dynamik die Analysten unterschätzt hätten. Nichtsdestotrotz würden sie bei ihrer konservativen Einstellung bleiben. Die Unsicherheit sei noch groß, sowohl auf der Seite der Erlöse als auch der Kosten. Daher würden die Analysten noch keinen Grund ihre Schätzungen anzupassen sehen (für 2011 würden sie einen Nettoverlust von EUR 43,3 Mio. und Umsatzerlöse von EUR 40,0 Mio. erwarten), auch wenn neuer Optimismus aufzukeimen scheine. Positive Überraschungen seien immer möglich (beispielsweise neue Partnerschaftsverträge oder noch bessere Ixiaro-Umsatzerlöse), jedoch sei der zu erwartende Newsflow bis Jahresende (aus heutiger Sicht) nicht inspirierend.
Die enorme Volatilität eröffne risikoaffinen Investoren, die bereit seien den Aktienkurs täglich zu beobachten, gute Trading-Möglichkeiten. Die Halbjahreszahlen würden zwar beweisen, dass der neue Sparkurs greife und dass das Unternehmen auf bestem Wege sei die Guidance 2011 zu erreichen, jedoch würden die Analysten glauben, dass die Bodenbildungsphase noch dauern werde.
Daher empfehlen die Analysten der Erste Bank Investoren mit Fokus auf Fundamentaldaten mit einem Einstieg bei der Intercell-Aktie noch abzuwarten und stufen den Titel mit "reduzieren" ein. Das Kursziel werde bei EUR 3,80 gesehen. (Analyse vom 19.08.2011) (19.08.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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