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Analysen - Nebenwerte
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17.08.2011
SKW Stahl-Metallurgie EBITDA-Marge von 9,1% versprochen und erreicht
Bankhaus Lampe
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www.optionsscheinecheck.de
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von SKW Stahl-Metallurgie (ISIN DE000SKWM021/ WKN SKWM02) weiterhin mit "kaufen" ein.
Der Konzern habe die 2006 prognostizierte EBITDA-Marge von rund 9% in H1 2011 erreicht. Dabei gelte es zu berücksichtigen, dass man im laufenden Jahr 2,7 Mio. EUR aus dem Badwill für die Akquisition in Schweden habe verbuchen können. Aus dem operativen Geschäft würden die Analysten jedoch ab 2012 eine stabile EBITDA-Marge von über 9% erwarten, da dann die Anlaufverluste der neuen Werke entfallen würden. Die einzige Enttäuschung bei dem H1-Bericht sei gewesen, dass die Unternehmensprognose von 32 Mio. EUR EBITDA nur bestätigt worden sei.
Angesichts der Kapitalmarktturbulenzen der letzten Wochen habe das Management davon abgesehen, die Prognose bereits jetzt zu erhöhen. Nach knapp 20 Mio. EUR EBITDA in H1 und dem Anlauf der neuen Werke müsste die Stahlproduktion in H2 weltweit deutlich einbrechen, damit sich dies auf das Ergebnis dramatisch auswirken könnte. Zur Erinnerung: Bei der letzten Krise habe der Konzern kumuliert 0,77 EUR Verlust pro Aktie und dies in drei Quartalen gemacht. Zum Halbjahr 2011 habe der Buchwert je Aktie bei 15,78 EUR oberhalb des aktuellen Kurses von 15,20 EUR gelegen. Folglich gebe es keinen Grund zur Sorge.
Die Entwicklung in den Segmenten habe wie folgt ausgesehen: Bei einem H1-Umsatz von 101,2 Mio. EUR (+15% yoy) im Bereich Fülldrähte sei ein EBITDA von 6,8 Mio. EUR (Marge: 6,7%) erzielt worden, berücksichtige man die Anlaufverluste in Bhutan und Russland, die mit 1,1 Mio. EUR zu Buche geschlagen hätten, so läge die Marge bei 7,8% und damit 30 BP über dem Vorjahreswert.
Im Bereich Pulver und Granulate habe der Umsatz um 9,1% yoy auf 98,5 Mio. EUR zugelegt, während das EBITDA (inklusive der 2,7 Mio. EUR aus dem Schweden-Deal) um 32,7% auf 14,6 Mio. EUR angestiegen sei. Bereinigt um diesen Effekt habe die Marge bei 12,1% und damit leicht unter der Vorjahresmarge von 12,2% gelegen. Dabei gelte jedoch zu berücksichtigen, dass das Kalziumkarbidwerk in Schweden planmäßig noch Verluste mache.
Die Investitionsausgaben hätten in H1 (Capex: -18,7 Mio. EUR) ihren Höhepunkt erreicht. Ab 2012 würden um die 10 Mio. EUR p.a. investiert, so dass die Analysten aktuell von einem positiven Free-Cash-Flow von 6,4 Mio. EUR für 2012 ausgehen würden. Ihre Gewinnerwartung für das laufende Jahr hätten sie leicht angehoben, da sie nicht davon ausgehen würden, dass die EBITDA-Marge in H2 auf 6% fallen werde, um die Guidance zu erreichen. Beim Kursziel müssten die Analysten aufgrund der gesunkenen Peer-Group Multiples eine Reduzierung um 2 EUR auf 23,25 EUR vornehmen.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre Kaufempfehlung für die SKW Stahl-Metallurgie-Aktie. (Analyse vom 17.08.2011) (17.08.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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