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News - TecDAX
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10.08.2011
Q-Cells: Erheblicher Verlust durch Sondereffekte
aktiencheck.de
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Thalheim (aktiencheck.de AG) - Der Vorstand des Photovoltaik-Unternehmens Q-Cells SE (ISIN DE0005558662/ WKN 555866) hat aufgrund der geänderten Marktbedingungen in seiner Sitzung am Mittwoch ein Maßnahmenpaket beschlossen sowie erhebliche Wertberichtigungen sowohl auf das Sachanlagevermögen als auch auf die Vorräte vorgenommen. Im zweiten Quartal wurde aufgrund von Sondereffekten außerdem ein hoher Verlust ausgewiesen.
Wie aus der Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, betragen die Wertberichtigungen auf das Sachanlagevermögen der deutschen Produktionsstandorte 139,7 Mio. Euro, der Vorratsbestand des Konzerns wurde im zweiten Quartal um 73,2 Mio. Euro wertberichtigt. Inklusive der Aufwendungen im Zusammenhang mit langfristigen Lieferverträgen in Höhe von 43,6 Mio. Euro belaufen sich die Einmaleffekte im zweiten Quartal daher auf 256,5 Mio. Euro, teilte der Konzern weiter mit.
Wie der Konzern weiter ausführte, konnte man den Umsatz im zweiten Quartal 2011 im Vergleich zum ersten Quartal des laufende Fiskaljahres insbesondere aufgrund eines starken Systemgeschäftes deutlich verbessern. Demnach lag der Umsatz im zweiten Quartal 2011 mit 316,0 Mio. Euro deutlich über dem des ersten Quartals 2011 (125,1 Mio. Euro). Neben den Einmaleffekten haben Leerkosten infolge der geringen Kapazitätsauslastung sowie der Preisverfall auf Zell- und Modulebene im zweiten Quartal insgesamt zu einem operativen Verlust von 307,7 Mio. Euro geführt (erstes Halbjahr 2011: -318,3 Mio. Euro). Bereinigt um die Einmaleffekte sowie Leerkosten beträgt das operative Ergebnis im zweiten Quartal -24,4 Mio. Euro. Nach Zinsen und Steuern ergibt sich ein Periodenfehlbetrag für das zweite Quartal von 354,8 Mio. Euro (Erstes Halbjahr 2011: -395,8 Mio. Euro).
Für das Gesamtjahr 2011 erwartet Q-Cells den Angaben zufolge einen Umsatz in Höhe von rund 1 Mrd. Euro sowie einen operativen Verlust im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, da auch im zweiten Halbjahr 2011 Einmalaufwendungen für das beschlossene Maßnahmenpaket anfallen werden. Zum Jahresende 2011 plant Q-Cells u.a. auf Basis einer Reduzierung des Working Capital einen Cash-Bestand von 300 bis 350 Mio. Euro.
Angesichts der schwierigen Marktsituation und Ergebnisse für das erste Halbjahr hat der Vorstand außerdem ein Maßnahmenprogramm beschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu stärken. Dieses Programm steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates. Die Kosten für die Produktion von Solarzellen und Modulen sollen durch die geplanten Maßnahmen signifikant gesenkt werden. Dafür konzentriert Q-Cells die Fertigung auf hoch wirtschaftliche Anlagen, insbesondere im malaysischen Werk des Unternehmens, das für das zweite Halbjahr voll ausgelastet sein wird. Die Produktionskapazität für Solarzellen am Unternehmenssitz in Bitterfeld-Wolfen wird dauerhaft auf 50 Prozent reduziert. In der Verwaltung sollen 25 bis 30 Prozent der Kosten durch die Fokussierung von Aufgaben sowie die Verschlankung der Organisationsstrukturen und Prozesse eingespart werden. Wie der Konzern weiter ausführte, sollen bei der Straffung der Organisationsstrukturen und der Anpassung der Produktion betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden.
Mit dem aktuellen Maßnahmenpaket, der kontinuierlichen Verbesserung der Kostenpositionen und der weiteren Entwicklung der strategischen Geschäftsfelder Residential sowie Commercial & Industrial verfolgt Q-Cells das Ziel, im Jahr 2012 wieder ein positives operatives Ergebnis (EBIT) zu erwirtschaften, so der Konzern weiter.
Die Aktie von Q-Cells notiert aktuell mit einem Minus von 7,30 Prozent bei 0,86 Euro. (10.08.2011/ac/n/t)
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