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Analysen - Ausland
19.08.2002
Corus tauschen gegen Arcelor
Deutsche Bank

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Die Analysten der Deutschen Bank bleiben auch nach Ankündigung einer Fusion mit CSN bei ihrer Empfehlung "marktkonform" für Aktien der britischen Stahlproduzenten Corus Group (WKN 924913).

Den zweitgrößten europäischen Stahlproduzenten mit einem der billigsten Erzeuger zu verbinden sehe auf den ersten Blick wie ein Bilderbuchdeal aus. Die beiden Parteien hätten aber erklärt, keine globale Produktionsallianz bilden zu wollen, weshalb die Transaktion auf das interne Kostenproblem von Corus in Europa keine Auswirkungen haben werde.

Die Analysten sehen die Fusion mit CSN daher als fremdes Investment, welches das Risikoprofil von Corus deutlich verschlechtere. Außerdem sehe es so aus, als sei der Deal stark auf die Bedürfnisse des Hauptaktionärs von CSN, Vicunha, abgestimmt, bei dem es sich um eine Holding im Eigentum des CSN-Managements handle.

Derzeit werde die Aktie von Corus mit einem Kurs-EBITDA-Verhältnis 2003 von 4,3 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,53 gehandelt, was um zirka 20% unter der Bewertung der europäischen Konkurrenten ThyssenKrupp und Arcelor liege. Allerdings könnte die Aktie von Corus auch weiter unter den wirtschaftlichen Unruhen in Brasilien vor den Präsidentenwahlen leiden.

Aus diesem Grund raten die Analysten nach wie vor, Corus zu meiden und auf Aktien von Arcelor (WKN 529385, Empfehlung: kaufen) umzusteigen, wo für das abgelaufene Quartal mit einer 60%igen Steigerung des EBITDA zu rechnen sei.

Die Beurteilung der Analysten der Deutschen Bank laute auf "marktkonform". Das Kursziel werde von 65 britischen Pence auf 55 britische Pence zurückgenommen.



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