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Analysen - Ausland
29.07.2011
Banco Santander Einmaleffekt belastet Nettogewinn
National-Bank AG

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Essen (aktiencheck.de AG) - Sven Paulsen, Analyst der National-Bank AG, stuft die Banco Santander-Aktie (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) unverändert mit "kaufen" ein.

Die Großbank habe im ersten Halbjahr aufgrund einer hohen Rückstellung für Schadensersatzforderungen in Großbritannien mit einem Nettogewinn von 3,5 Mrd. EUR (EPS: ca. 0,39 EUR) 21% weniger als im Vorjahr erzielt und damit sehr deutlich unter dem Marktkonsens von circa 4,2 Mrd. EUR gelegen. Das Unternehmen habe einen für Kundenentschädigungen vorgesehenen Sonderfonds über 620 Mio. EUR gebildet. Bereinigt um diese außerordentliche Belastung habe der Nettogewinn im ersten Halbjahr knapp 4,1 Mrd. EUR (EPS: 0,47 EUR) betragen, was im Vorjahresvergleich einem Rückgang von 7,3% entspreche und der Konsensprognose bedeutend näher komme.

Erwartungsgemäß habe die Region Lateinamerika positive Impulse geliefert. Der Nettogewinn habe hier im Vergleich zum Vorjahr um 15,8% auf nunmehr 2,5 Mrd. EUR gesteigert werden können. In den Regionen Europa sei der Nettogewinn aufgrund einer schlechten Entwicklung im Heimatland Spanien und in Portugal mit 1,9 Mrd. EUR rund 17,2% schlechter ausgefallen als im ersten Halbjahr 2010. Auch die Region Großbritannien habe sich aufgrund regulatorischer Änderungen schlechter entwickelt.

Die Analysten der National-Bank AG sehen jedoch zunächst keinen Anlass das "kaufen"-Votum für die Banco Santander-Aktie zu überdenken. Das Kursziel werde bei 10,00 EUR gesehen. (Analyse vom 27.07.2011) (29.07.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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