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Analysen - Nebenwerte
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22.07.2011
LUDWIG BECK dynamische Umsatzsteigerung
GBC AG
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www.optionsscheinecheck.de
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Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der GBC AG, Felix Gode und Philipp Leipold, stufen die Aktie von LUDWIG BECK (ISIN DE0005199905/ WKN 519990) unverändert mit "kaufen" ein.
Mit der guten Lage in der Textileinzelhandelsbranche habe LUDWIG BECK nicht nur Schritt halten, sondern sogar wieder eine deutlich überproportionale Umsatzentwicklung aufweisen können. Während der Zuwachs der Branche bei +2,0% gelegen habe, seien die flächenbereinigten Umsatzerlöse der LUDWIG BECK AG in H1/2011 um +5,2% geklettert. Flächenunbereinigt sei die Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahresquartal leicht rückläufig gewesen, da im vergangenen Jahr vier Filialen sowie im April 2011 eine weitere Filiale geschlossen worden seien. Damit sei die Straffung der Standortstruktur und eine Konzentration auf das Stammhaus am Marienplatz vorangetrieben worden.
Mit der Schließung der unrentablen Filialen sei der Umsatzanteil der Filialen in H1/2011 auf 5,8% gesunken, in Q2 auf 4,3%. Mit der Schließung der Filiale Augsburg im April 2011 sei der Konsolidierungsprozess abgeschlossen worden, sodass nunmehr die Filiale im OEZ München die einzige verbleibende Filiale sei. Entsprechend werde der Umsatzanteil des Stammhauses zukünftig mit rund 95% zum Konzernumsatz beitragen. Im Vorjahr habe der Anteil bei rund 90% gelegen.
Neben der dynamischen Umsatzsteigerung, insbesondere im Stammhaus am Marienplatz, habe auch die Straffung der Standortstruktur und Schließung unrentabler Filialen dazu beigetragen, dass sich die Rentabilität des LUDWIG BECK-Konzerns weiter verbessert habe. Die Straffung habe bewirkt, dass sich das Segmentergebnis der Filialen in H1/2011, trotz der Schließungen, auf 0,2 Mio. Euro verdoppelt habe. Die Segmentmarge habe 7,7% betragen, nach 1,8% im Vorjahr.
Dies habe auch auf Konzernebene zu einer weiteren Verbesserung des EBIT-Ergebnisses sowie der EBIT-Marge geführt. Während noch im Vorjahr ein EBIT in Höhe von 3,1 Mio. Euro zu Buche gestanden habe, seien nun 3,2 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Die EBIT-Marge habe sich von 8,1% auf 8,5% erhöht. Dabei sei zu berücksichtigen, dass in den Zahlen für H1/2011 einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro enthalten seien. Diese würden Bonuszahlungen für Mitarbeiter sowie Veranstaltungskosten für die Jubiläumsfeier anlässlich des 150-jährigen Firmenbestehens betreffen. Bereinigt um diese Sonderaufwendungen habe das EBIT sogar 4,4 Mio. Euro betragen, bzw. habe die EBIT-Marge bei 11,6% gelegen.
Durch die Schließung der unrentablen Filialen sei die Fixkostenstruktur nochmals deutlich gesenkt worden. Gleichzeitig seien rückläufige Abschreibungen zu beobachten, da die Wesentlichen Umbaumaßnahmen im Stammhaus bereits in den vergangenen Jahren abgeschlossen worden seien. Auch das Finanzergebnis sei mit 1,2 Mio. Euro in H1/2011 vor dem Hintergrund niedrigerer Bankverbindlichkeiten und einer erfolgten Umfinanzierung zu niedrigeren Zinssätzen deutlich verbessert ausgefallen (H1/2010: 1,6 Mio. Euro). Insgesamt sei die Rentabilität durch diese Faktoren klar gestärkt worden und habe sich positiv auf die Wertschöpfung ausgewirkt, sodass sich das Konzernperiodenergebnis in H1/2011 trotz der einmaligen Sonderaufwendungen um 55,6% auf 1,4 Mio. Euro erhöht habe.
Insgesamt würden die Zahlen zum ersten Halbjahr 2011 deutlich machen, dass die Konzentration auf das Stammhaus am Marienplatz der klar richtige Schritt gewesen sei. Vor dem Hintergrund der überaus überzeugenden Halbjahreszahlen würden die Analysten ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2011 bestätigen und weiterhin von einer EBIT-Marge in Höhe von 15% ausgehen. Die Entwicklung in H1/2011 habe jedoch aufgezeigt, dass bei einer anhaltend starken Konsumstimmung auch ein Übertreffen dieses Wertes nicht ausgeschlossen erscheine.
Die Aktie sei auf dem derzeitigen Kursniveau mit einem KGV in Höhe von 10,7 bewertet. Angesichts der operativen Entwicklung würden die Analysten höhere Notierungen für gerechtfertigt halten. Dies bestätige auch ihr Kursziel von 25,00 Euro, welches sie unverändert beibehalten würden.
Angesichts eines Kurspotenzials von fast 30% bestätigen die Analysten der GBC AG das "kaufen"-Rating für die LUDWIG BECK-Aktie. (Analyse vom 21.07.2011) (22.07.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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