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Analysen - DAX 100
03.11.1999
Deutz enttäuscht
Wirtschaftswoche heute

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Der deutsche Motorenhersteller Deutz (WKN 630500) habe in der letzten Zeit nach Meinung der Experten von „Wirtschaftswoche heute“ enttäuscht.

Der Kursverlauf von Deutz in diesem Jahr sei für die Aktionäre deprimierend. Sah es im Frühling noch so aus, als ob das Papier nach dem steilen Absturz Boden gefunden habe, folgte einer mehrmonatigen Konsolidierung ein weiterer Rückschlag.

Grund dafür sei die Ankündigung des Motorenherstellers, im dritten Quartal einen Verlust von 19,4 Millionen Mark eingefahren zu haben. Da die Kölner erstmals auf quartalsperiodige Rechnungslegung umgestellt hätten, sei ein Vergleich mit der Entwicklung im vergangenen Jahr nicht möglich. Bis Ende September solle das Ergebnis in etwa ausgeglichen gewesen sein, hieß es.

Grund für das schwache Abschneiden seien außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 40 Millionen Mark. Die seien größtenteils in das Mittel- und Großmotorenwerk Mannheim sowie in die Schließung der Anlagenbau-Niederlassung Dessau geflossen. Weil das Programm der Umstrukturierung 1999 abgeschlossen werden soll, zeige sich Deutz für das nächste Jahr zuversichtlicher.

Die Analysten glauben jedoch, daß sich dabei die Lage bei Landmaschinen kaum bessern werde. Da noch im August davon die Rede war, den Verlustvertrag 1999 zu beseitigen, seien an dem neuen Optimismus der Gesellschaft Zweifel angebracht.



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