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Analysen - Ausland
02.11.1999
Chase Manhatten verkaufen
Hornblower Fischer

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Chase Manhattan (WKN 850628) sei die zweitgrößte Bank in den USA, schreiben die Experten von Hornblower Fischer in ihrer aktuellen Analyse.

Wie das Finanzinstitut gestern habe bekanntgeben müssen, werde der Umsatz aus Eigenhandelgeschäften im vierten Quartal 60 Millionen Dollar unter den bisherigen Erwartungen liegen. Das Ergebnis werde sich dadurch um 40 Millionen Dollar nach Steuern oder 5 Cents pro Aktie verringern. Schlimmer noch als die Höhe des Fehlbetrages sei jedoch der Grund hierfür. Über mehr als eine Jahr seien im Bereich der für die Weltmärkte zuständigen Abteilung weit überhöhte Gewinne gemeldet worden. Die Chase Manhattan Bank habe nach Meinung vieler Marktteilnehmer eines der ausgefeiltesten und sichersten Risikomanagements im Finanzsektor der Wall Street besessen. Die Anlagestrategen erwarten, dass diese Nachricht trotz der umgehenden Entlassung des verantwortlichen Mitarbeiters den Kurs von Chase Manhattan kurzfristig unter Druck bringen wird, da es sich beim Risikomanagement um einen ganz sensiblen Bereich der Finanzbranche handelt. Die Experten raten dem Anleger daher zum Verkauf des Finanztitels.


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