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Analysen - Ausland
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12.07.2011
voestalpine lebhafte Nachfrage und begrenzte Kartellfolgen
Wirtschaftswoche
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" sehen bei der voestalpine-Aktie (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) ein positives Chance/Risiko-Verhältnis.
Rege Nachfrage verzeichne voestalpine verteilt durch die wichtigen Kundenbranchen (Autoindustrie, Energietechnik, Bahnen, Maschinen- und Stahlbau). Die Preise für Stahl seien seit Jahresbeginn um ca. 5% gestiegen und sie dürften dieses Level für die nächsten Monate mindestens halten. Zudem seien Entlastungen bei den Rohstoffen denkbar. Nachdem die Eisenerz- und Kohlepreise (die wichtigsten Vorprodukte für voestalpine) bis zum Herbst deutlich gestiegen seien , sei der Anstieg nun beendet. Für 2012 bestehe bei Kohle sogar die Chance auf einen leichten Preisrückgang.
Der österreichische Stahlkonzern könne im aktuellen Geschäftsjahr, welches bis März 2012 laufe, fast 12 Mrd. EUR Umsatz erwirtschaften. Das wäre mehr als im Rekordjahr 2008/09 mit 11,7 Mrd. EUR. Unterm Strich dürften, nach dem bisherigen guten Jahresverlauf, mehr als 700 Mio. EUR übrig bleiben. Das Papier von voestalpine zähle mit einem KGV 2012e von 9 zu den preiswerten konjunkturabhängigen europäischen Aktien.
Ein mögliches Risiko könne das aktuelle Kartellverfahren sein, in dem mehrere europäische Stahlunternehmen, unter anderem auch voestalpine, der Deutschen Bahn zu hohe Preise für Schienen berechnet hätten. Jedoch gebe es, bis auf eventuelle Schadensersatzforderungen der Bahn, die Möglichkeit auf Straffreiheit da voestalpine als Kronzeuge auftrete.
Nach Meinung der Experten der "Wirtschaftswoche" weist die voestalpine-Aktie ein attraktives Chance/Risiko-Verhältnis auf. Ein Stopp sollte bei 32,70 EUR platziert werden. (Ausgabe 28) (12.07.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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