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News - DAX 100
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11.07.2011
Presse: Bilfinger Berger-Chef will deutsche Unternehmen besser vor Übernahmen schützen
aktiencheck.de
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Mannheim (aktiencheck.de AG) - Der neue Vorstandschef der Bilfinger Berger SE (ISIN DE0005909006/ WKN 590900), Roland Koch, fordert einen besseren Schutz deutscher Unternehmen vor Übernahmen.
Mit Blick auf die feindliche Übernahme des Konkurrenten HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) durch den spanischen Baukonzern ACS Actividades de Construccion y Servicios S.A. (ISIN ES0167050915/ WKN A0CBA2) sagte Koch der "WirtschaftsWoche" (Samstag) in seinem ersten Interview nach Amtsantritt: "Es ist leichter, in Deutschland ein Unternehmen feindlich zu übernehmen als in anderen europäischen Ländern. Anderswo muss ein Großaktionär nicht nur nach Erreichen der 30-Prozent-Grenze, sondern auch bei 50 Prozent ein Pflichtangebot vorlegen", so Koch. "Das sollten wir auch in Deutschland einführen." Koch will sich laut dem Bericht dafür in der CDU einsetzen.
Angesprochen auf die Korruptionsvorwürfe gegen die Bilfinger Berger-Tochter Julius Berger (JB) in Nigeria sagte Koch: "Ich nehme das alles ernst. Aber ich sehe auch, dass viele Anschuldigungen schlicht falsch sind. Ich sehe keine Anzeichen dafür, dass es ein systematisches Problem gibt. 2007 hat das Unternehmen ein richtungsweisendes Compliance-System eingeführt. Ob es in der Vergangenheit einzelne Verfehlungen gegeben hat und ob sie juristisch relevant sind, wird man sehen."
Die Aktie von Bilfinger Berger notierte zuletzt bei 69,54 Euro. (11.07.2011/ac/n/d)
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