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Analysen - Nebenwerte
05.07.2011
Basler Zahlen für zweites Quartal sollten solide ausfallen
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Andreas Wolf, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Basler (ISIN DE0005102008/ WKN 510200) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

Im Rahmen einer Roadshow hätten Investoren insbesondere das Geschäftsmodell Baslers, die Wachstumsperspektiven des Unternehmens sowie jene des gesamten Marktes diskutiert.

Als Hersteller von Digitalkameras u.a. für industrielle Anwendungen (50% der Umsätze), Verkehrsanwendungen (ca. 20%), die Medizintechnik und High End- Surveillance Lösungen (Überwachung etc.) profitiere Basler von dem Trend von Analog- hin zu Digitalkameras.

Basler gehöre weltweit zu den drei größten Anbietern von industriellen Digitalkameras. Die Strategie beruhe darauf, mit einem Standardprodukt möglichst viele unterschiedliche Industrien zu adressieren. Damit nutze Basler das im kundenspezifischen High End-Bereich gewonnene Know-how, um den Mainstream (z.B. mit der Scout-Kamerafamilie) und den von Digitalkameras kaum durchdrungenen gehobenen Low End-Bereich (z.B. mit der ACE-Kamerafamilie) zu adressieren. Das Resultat seien Wachstumsraten, die mit ca. 15% (CAGR 2004-2011e) das Wachstum des gesamten Digitalkameramarktes (ca. 8 bis 10%) deutlich überschreiten würden.

Mit dem erfolgten Eintritt in den IP-Kameramarkt habe sich Basler zudem positioniert, um von dem Trend hin zu Digitalkameras mit einer hohen Bildqualität auch in Überwachungsanwendungen zu profitieren. Dieser Markt weise derzeit Wachstumsraten von ca. 25 bis 30% auf und werde von Basler durch neue Produkte und den Ausbau des Vertriebs sukzessive erschlossen.

Aufgrund der erzielten Produktivitätsfortschritte und den mit den größeren Produktionszahlen einhergehenden Einkaufsvorteilen könne Basler die Marge auch im Mainstream und dem Low End-Kamerageschäft auf einem gegenüber dem High End-Geschäft unverändert hohen Niveau halten.

Zwar handle es sich bei den Produkten Baslers auf den ersten Blick um Hardware - mit ca. zwei Dritteln komme der wesentliche Teil der Wertschöpfung jedoch aus Software-Bestandteilen der Kameras. Dies erkläre nicht nur Basler attraktive Margen, sondern sei auch eine Markteintrittsbarriere gegen potenzielle Wettbewerber, die sich auf das Re-Engineering spezialisiert hätten und den proprietären Software-Code der Baslers nicht nachahmen könnten.

Die Integration der Kamera-Software in die Applikationen des Kunden führe zugleich dazu, dass Basler eine hohe Kundenbindung erreiche. Dies erkläre zugleich die Notwendigkeit, technologische Trends wie zuletzt Gigabit Ethernet mit neuen Produkten frühzeitig zu adressieren. Die so gewonnenen Marktanteile könnten dann mittelfristig komfortabel verteidigt werden.

Die Zahlen für das zweite Quartal sollten solide ausfallen, was bereits durch den starken Auftragseingang in Q1 (EUR 17,2 Mio., Book-to-Bill 1,25) signalisiert worden sei. Vor diesem Hintergrund dürfte die Guidance für das laufende Jahr (Umsatz: EUR 54 bis 58 Mio.; EBT mehr als EUR 5,4 Mio.) komfortabel erreicht werden.

Die Analysten von Warburg Research bestätigen das "kaufen"-Rating sowie das Kursziel von EUR 17 für die Basler-Aktie. (Analyse vom 05.07.2011)
(05.07.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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