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Analysen - Ausland
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28.06.2011
Semperit Preis für synthetischen Kautschuk steigt weiter
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Arno Supper, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Semperit (ISIN AT0000785555/ WKN 870378) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die Semperit AG Holding sei ein Hersteller von Kautschuk- und Kunststoffprodukten. Das Unternehmen sei in die vier Bereiche Sempermed (Handschuhe für den medizinischen Bereich), Semperflex (Schläuche, Elastomerplatten), Semperform (Handläufe, Skifolien, Seilbahnringe und weitere) und Sempertrans (Förderbänder) aufgeteilt.
Die Zahlen des ersten Quartals 2011 seien am 10. Mai veröffentlicht worden und hätten im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen. Lediglich das EBT habe sich etwas höher als angenommen gezeigt. Inzwischen hätten die Experten Gespräche mit dem CEO Thomas Fahnemann und dem neu ernannten CFO Dr. Johannes Schmidt-Schultes geführt. Das Management habe die neue Strategie offengelegt und möchte den Fokus vorrangig auf die Sparten Sempermed und Semperflex legen, da diese Divisionen das größte Wachstumspotenzial im Portfolio hätten.
Aktuell plane Semperit eine fünfte Produktionsstätte für Handschuhe, welche das Produktionsvolumen ab 2013 von 15,5 Mrd. Stück auf 19 Mrd. Stück steigern werde. Gleichzeitig hätten die Analysten aktuell einen etwas vorsichtigeren Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr. Während sich der Preis von Naturkautschuk etwas unter dem vergangenen Hoch stabilisiert habe, ziehe der Preis für synthetischen Kautschuk gerade an. Der wichtigste Rohstoff hierfür, Butadien, sei in den letzten Monaten weiter angestiegen. Während also Naturkautschuk auf dem Preisniveau Ende 2010 gehandelt werde, sei der Preis für Butadien um rund 70% angestiegen. Entsprechend habe man das Planungsmodell hinsichtlich EBITDA-Marge und Gewinn je Aktie etwas nach unten korrigiert.
45% des Umsatzes würden im eher defensiv ausgerichtetem Segment Sempermed (medizinische Handschuhe) generiert. Semperit verfüge über einen hohen Zahlungsmittelstand und habe niedrige Kreditverbindlichkeiten. Die Effizienz sei durch Investitionen in hauseigene Forschung gesteigert worden. Es gebe eine voranschreitende Expansion im fernen Osten.
Semperit sei vom USD-Kurs und von den an den USD gekoppelten asiatischen Währungen stark abhängig. Die Entwicklung der Gummikosten sei volatil. Der Hauptaktionär halte 54% an Semperit, somit gebe es einen geringen Streubesitz.
Seit April 2011 habe sich der Aktienkurs von Semperit im Vergleich mit der Peergroup schwächer entwickelt.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bestätigen für die Aktie von Semperit sowohl ihr Kursziel von EUR 46 als auch ihre Kaufempfehlung. (Analyse vom 27.06.2011) (28.06.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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