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Analysen - Marktberichte
24.06.2011
ATX leicht im Plus dank starker Bankenwerte
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - In dieser um den Feiertag verkürzten Woche konnte der ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) leicht zulegen (+0,6%), was in erster Linie an den starken Banken lag, berichten die Analysten der Erste Bank.

Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU) habe 3% aufgeholt, die Erste Group (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) habe 1,9% dazu gewinnen können. Fundamental News habe es weniger gegeben, der Blick sei weiterhin auf Griechenland gerichtet. Kurgewinne hätten auch conwert (ISIN AT0000697750/ WKN 801475) (+2,4%) und voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) (+2,3%) verzeichnet, wobei sich letztere nun anschicke, das Jahreshoch von Anfang Jänner anzugreifen.

Auf der Verliererseite hätten STRABAG (ISIN AT000000STR1/ WKN A0M23V) (-5,7%) gestanden, deren Verluste allerdings zum Teil auf den Dividendenabschlag vom letzten Freitag zurückzuführen gewesen seien, sowie einmal mehr Intercell (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) (-5,2%). Zumtobel (ISIN AT0000837307/ WKN A0JLPR) (-3,9%) habe vor den für nächste Woche geplanten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr ebenfalls leichter notiert.

Unternehmensnews seien in dieser Woche absolute Mangelware gewesen. Interessant aus Sicht der Analysten sei die Lenzing (ISIN AT0000644505/ WKN 852927), deren Coverage die Analysten in dieser Woche mit einer Kaufempfehlung aufgenommen hätten. Der aktuelle Kurs von unter EUR 90 sei in ihren Augen eine gute Einstiegsgelegenheit. Für die nächste Woche sei (abgesehen von den Zahlen der Zumtobel) auch mit wenig Newsflow zu rechnen.

Das erste Halbjahr neige sich nun seinem Ende zu, Zeit ein kurzes Resümee zu ziehen. Der klare Gewinner der ersten sechs Monate sei der Verbund (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) (+12%), der nach der Katastrophe in Japan und den damit verbundenen Strompreisanstiegen deutlich habe zulegen können. Eine positive Entwicklung hätten auch noch voestalpine und Andritz (ISIN AT0000730007/ WKN 632305) (je +0,7%) sowie ATX-Neuling conwert (ISIN AT0000697750/ WKN 801475) (+2,5%) gezeigt.

Auf der Verliererseite ganz oben habe Intercell gestanden, die fast drei Viertel ihres Wertes eingebüßt habe und RHI (ISIN AT0000676903/ WKN 874182), die beinahe ein Drittel ihrer Marktkapitalisierung verloren habe. Alle anderen Unternehmen würden ebenfalls an Wert verlieren.

Bewertungstechnisch sei der österreichische Leitindex nach wie vor sehr günstig. Das Forward KGV betrage knapp unter 9x basierend auf den aktuellen Schätzungen der Analysten. Richtungsweisend für den ATX in nächster Zeit würden aber makroökonomische Themen (Griechenland, QE2, etc.) bleiben. Der Blick sei daher eher nach unten gerichtet. (24.06.2011/ac/a/m)



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