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News - TecDAX
23.06.2011
Nordex industrialisiert Fertigung
aktiencheck.de

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Norderstedt (aktiencheck.de AG) - Der Windanlagenbauer Nordex SE (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) hat seine europäische Fertigungszentrale in Rostock nach industriellen Prinzipien modernisiert. Ziel war es, die Effizienz und die Produktionsqualität des Werks deutlich zu steigern.

"Wir richten uns stärker auf eine professionelle Serienproduktion aus, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen", so Produktionsvorstand Dr. Marc Sielemann. "Die Branche entwickelt sich dynamisch, und Kunden fordern vom Hersteller zunehmend eine flexiblere Belieferung."

Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat das Unternehmen dafür das Maschinenhaus- und Schaltschrankwerk auf Fließfertigung umgestellt. Die Einführung stabiler und standardisierter Prozesse ist die Basis für eine zuverlässige Belieferung der Kunden und stellt eine hohe Produktqualität sicher. Das Ergebnis der Modernisierung: Standardisierte Arbeitsabläufe und verkürzte Durchlaufzeiten ermöglichten eine Verdreifachung der Kapazität im Zweischichtbetrieb von 330 auf rund 1.000 Anlagen jährlich. Dies entspricht 2.500 MW Leistung. Fertigungszeit und Umlaufbestand konnte der Hersteller um rund 30 Prozent reduzieren, hieß es.

Den Angaben zufolge richtete Nordex insgesamt drei Linien für die Hauptkomponenten Maschinenhaus, Nabe und Triebstrang ein sowie drei weitere Linien für die Vormontage. Das Unternehmen entschied sich für ein Schienensystem mit Reibradantrieb. Dabei musste die Technik in das bestehende Hallenlayout eingepasst werden. Die geeignete Lösung bot ein Skid-System mit Eckumsetzer, das auf die hohen Komponentengewichte ausgelegt ist. Im Schaltschrankbau bewegt ein Schleppkettenförderer die Skids. Damit hat Nordex die komplette Maschinenhausmontage auf Linie gebracht.

Die neue Technik sei jedoch nur ein Teilaspekt der Umstellung. Eine wesentliche Bedeutung komme den organisatorischen Änderungen zu. So habe die Dockmontage den aktuellen Fertigungsstatus nur schwer erkennen lassen und materialgefüllte Regalreihen hätten in der Fertigungshalle das Bild bestimmt. Jetzt seien die Montagelinien nach dem Taktprinzip moderner Fließmontagen aufgebaut und die Materialbereitstellung erfolge direkt am Montageplatz - die Lagerhaltung habe Nordex minimiert und aus der Halle ausgelagert.

Die Aktie von Nordex notiert aktuell mit einem Minus von 0,90 Prozent bei 6,17 Euro. (23.06.2011/ac/n/t)


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