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Analysen - Nebenwerte
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20.06.2011
Jungheinrich wächst profitabel
BÖRSE am Sonntag
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www.optionsscheinecheck.de
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Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "BÖRSE am Sonntag" stufen die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993) als spekulativen Kauf ein.
Basierend auf einer optimistischen Einschätzung der Marktentwicklung habe das Unternehmen Anfang Mai seine bisherigen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2011 erhöht. Daran halte es jetzt fest. Der Konzern rechne mit einem Anstieg des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahr von 1,92 auf 2 Mrd. Euro. Der Umsatz solle von 1,82 auf mehr als 1,95 Mrd. Euro steigen. Gestützt auf die bis Ende April zu verzeichnende Nachfragesteigerung gehe er ferner für das Gesamtjahr von einem Plus des weltweiten Marktvolumens von mehr als 10% auf rund 900.000 Flurförderzeuge aus. Somit würde das Vorkrisenniveau des Jahres 2008 überschritten werden.
In den ersten vier Monaten 2011 sei der wertmäßige Auftragseingang aller Geschäftsfelder um 20% gegenüber dem Vorjahreszeitraum geklettert und habe 706 Mio. Euro erreicht. Der Auftragsbestand zum 30. April sei um 36% auf 357 Mio. Euro gestiegen. Gegenüber dem Wert zum Jahresende 2010 von 281 Mio. Euro habe er um 27% zugenommen. Die gute Auftragslage spiegle sich ebenfalls beim Umsatz wider, der im besagten Zeitraum um 18% auf 628 Mio. Euro geklettert sei.
Die neuesten Daten würden damit an die im Mai präsentierten Ergebnisse für das erste Quartal anknüpfen und davon zeugen, dass es jetzt glänzend bei Jungheinrich laufe. So sei im Zeitraum Januar bis März der Auftragseingang um 24,2% auf 538 Mio. Euro geklettert. Der Umsatz sei um 22% auf 472 Mio. Euro gestiegen. Die Erträge hätten noch stärker wachsen können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei von 12 auf 30,3 Mio. Euro gestiegen. Unter dem Strich habe das Unternehmen 21,7 Mio. Euro verdient, nach 8,3 Mio. Euro vor einem Jahr.
Der Markt für Flurförderzeuge wachse jetzt sehr dynamisch. Davon profitiere auch Jungheinrich als einer der global führenden Anbieter auf dem Gebiet der innerbetrieblichen Logistik, wie die Entwicklung in den ersten vier Monaten 2011 zeige. Ferner habe sich der Konzern für den weiteren Geschäftsverlauf des Jahres 2011 optimistisch gezeigt. Mit stetig neuen Innovationen sowie dem anhaltenden Ausbau des Dienstleistungs- und Serviceangebots stelle er außerdem die Weichen für künftig weiterhin gute Geschäfte. Entsprechend sei Jungheinrich als langfristiges Investment attraktiv.
Gehe man dann von einem Plus beim EPS in Höhe des prognostizierten Umsatzanstiegs für das Gesamtjahr 2011 von etwa 7% aus, dürfte damit ein Gewinn je Aktie von 2,62 Euro erzielt werden. Daraus lasse sich ein KGV von rund 11 errechnen, sodass die Bewertung nicht zu hoch erscheine. Selbst bei lediglich einem EPS auf Vorjahresniveau von 2,45 Euro wäre das Papier mit einem KGV von 12 nicht zu teuer. Entsprechend könnte die seit dem Zwischenhoch von Mitte Mai auszumachende Korrektur eine Einstiegsgelegenheit bieten, sei der langfristige Aufwärtstrend doch weiterhin intakt. Zum Timing eventueller Long-Positionen könnte die Charttechnik Anhaltspunkte geben.
Denkbar ist beispielsweise eine fortgesetzte Korrektur bis in den Bereich des 50%-Retracements des kräftigen Aufwärtsimpulses seit März dieses Jahres, wo dann erste, im Bereich von 24 Euro abgesicherte spekulative Käufe der Jungheinrich-Aktie in Erwägung gezogen werden können, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Ausgabe 24 vom 19.06.2011) (20.06.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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