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Analysen - Marktberichte
10.06.2011
ATX von Banken und Telekom belastet
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) verlor auf Wochensicht 2,1% und damit mehr, als die meisten anderen internationalen Indices, berichten die Analysten der Erste Bank.

Belastend hätten sich vor allem die Verluste der Banken ausgewirkt, insbesondere die der Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU), die 7,2% verloren habe. Die Kursrückgänge von Erste Group (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) (-1,2%) und der Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) (-3,1%) seien vor allem aufgrund der Größe der Titel ins Gewicht gefallen.

Größter Verlierer des ATX sei aber die Intercell (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) gewesen, die nach der Bekanntgabe der neuen Strategie und dem endgültigen Aus der S aureus Studie um 22,9% eingebrochen sei. Trotz der erneut herben Verluste würden die Analysten Anlegern dringend davon abraten, in diesen Titel zu investieren. Zu groß seien aktuell vor allem die Unsicherheiten bezüglich der mittelfristigen Liquiditätsentwicklung.

Die Gewinner des österreichischen Leitindex seien schnell genannt. voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) profitiere von positiven Analystenempfehlungen und gewinne 1,9%, Verbund (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) könne ebenfalls leicht zulegen (+1,1%), was die Analysten auf die gestiegenen Großhandelsstrompreise zurückführen würden. Die OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) sei nach Abschluss der Kapitalerhöhung trotz leichter Verluste (-0,3%) der drittstärkste Titel im ATX gewesen. Gerade bei diesem Wert würden die Analysten nun erhebliches Upside-Potenzial sehen.

Auf der "Nebenfront" habe sich auch einiges getan. Die Kapsch TrafficCom (ISIN AT000KAPSCH9/ WKN A0MUZU) habe aufgrund bevorstehender Investorenmeetings bereits in dieser Woche die Zahlen für das Geschäftsjahr 2010/11 präsentiert. Trotz solider Zahlen (Verdoppelung des operativen Gewinns) seien die Schätzungen der Analysten verfehlt worden, die Aktie habe um 7,6% nachgegeben. Aus Sicht der Analysten würden sich bei diesem Niveau attraktive Einstiegsgelegenheiten bieten. Positiv würden sie den Verkauf des Segmentes Interior von Polytec (ISIN AT0000A00XX9/ WKN A0JL31) bewerten, der die finanzielle Position des Unternehmens nachhaltig verbessere.

Für die nächste Woche würden die Analysten nicht viel erwarten. Am spannendsten aus ihrer Sicht sei das Ende der Kapitalerhöhung der Lenzing (ISIN AT0000644505/ WKN 852927). Dividendenzahlungen werde es von UNIQA (ISIN AT0000821103/ WKN 928900) (EUR 0,40 pro Aktie), Raiffeisen Bank International (EUR 1,05) und STRABAG (ISIN AT000000STR1/ WKN A0M23V) (0,55) geben. Fundamental gesehen bleibe der ATX sehr günstig bewertet, das Forward KGV betrage aktuell unter 9x. Das alleine würde schon Kursanstiege rechtfertigen. Bei Betrachtung des technischen Setups würden den Analysten aber leichte Zweifel kommen. Und Impulse bezüglich Unternehmensnews seien auch nicht unbedingt zu erwarten. Für die kommende Woche seien die Analysten daher eher neutral eingestellt. (10.06.2011/ac/a/m)



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