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Analysen - Marktberichte
27.05.2011
STOXX 600 verlor auf Wochensicht 1%
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) sank diese Woche um 1% auf 277 Punkte, so die Analysten der Erste Bank.

Die Rohstoffproduzenten hätten mit einem Plus von 1,2% einen leichten Rebound nach dem Sell-Off im letzten Monat gezeigt. Pharmafirmen hätten leicht outperformen können (+0,5%) und seien mit einem Plus von 7% seit Jahresanfang der beste Sektor am europäischen Aktienmarkt. Zykliker wie Chemie, Automobil und Technologie würden sich weiterhin schwach entwickeln (minus 2 bis 3%).

Die Konjunkturlokomotive in Europa bleibe Deutschland. Das bestätige auch der ifo-Index. Der Teilindex der aktuellen Geschäftslage sei von 121,0 Punkten im Vormonat leicht auf 121,4 Punkte gestiegen, wogegen der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 107,7 auf nun 107,4 Punkte marginal abgenommen habe. Beide Indexstände seien somit weiterhin über ihren langfristigen Durchschnitten.

Auch aus Frankreich und der Schweiz kämen gute Statistiken. Die Verbraucherstimmung in Frankreich habe sich im Mai leicht verbessert. Der Index habe sich auf 84 Zähler verbessert. In der Schweiz sei die Zahl der Beschäftigten in Q1 um 1,6% gestiegen. Schlecht sehe es wirtschaftlich hingegen in Italien aus. So habe sich dort das Geschäftsklima hat im Mai verschlechtert. Der Index sei von 102,6 auf 101,3 Punkte gefallen. Die gedrückte Stimmung habe sich schon auf die Einzelhandelsumsätze ausgewirkt. Die Umsatzerlöse seien im Vergleich zum Vorjahr um 2% gefallen, der Konsens habe nur minus 0,6% erwartet.

Wirtschaftlich befinden wir uns global weiter in einer Boomphase, so die Analysten der Erste Bank. Dies werde von den globalen ifo-Geschäftsklimaindices bestätigt. Das Momentum des Wachstums in den Emerging Markets (EM) nehme aber ab. Daher würden zyklische Aktien in Europa derzeit Schwäche zum Markt zeigen. In den letzten zwei Jahren seien diese Aktien der wichtigste Treiber für Indexanstiege gewesen.

Die Aktienmärkte in China, Indien und Brasilien seien ein wichtiger Indikator für die weiteren Kursentwicklungen in Europa. Diese Indices seien schon seit längerem in einem leichten Abwärtstrend und würden damit den von den ifo-Indices aufgezeigten wirtschaftlichen Trend bestätigen. Nach Ansicht der Analysten würde erst eine einige Wochen anhaltende Trendumkehr der EM-Aktienmärkte auf ein verbessertes BIP-Momentum der EM-Volkswirtschaften schließen lassen. Bis auf weiteres sehen wir uns damit mit unserer neutralen Gewichtung für Aktien bestätigt, so die Analysten der Erste Bank. (27.05.2011/ac/a/m)


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