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Analysen - Ausland
27.05.2011
UNIQA präsentierte Zahlen für das erste Quartal
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Christoph Schultes, stuft die UNIQA-Aktie (ISIN AT0000821103/ WKN 928900) unverändert mit dem Rating "reduzieren" ein.

Die UNIQA habe in dieser Woche die Zahlen für das erste Quartal präsentiert. Das Prämienvolumen habe um 3% auf EUR 1,8 Mrd. gesteigert werden können, wobei die Umsatzzuwächse vor allem im Bereich Schaden- und Unfallversicherung (+5,5%) erzielt worden seien. Die Sparte Lebensversicherung habe einen geringen Zuwachs von 0,5% ausgewiesen, was auf die stark rückgängigen Einmalerläge in Österreich zurückzuführen gewesen sei. Der Bereich Krankenversicherung habe Zuwächse in Höhe von 1,1% verzeichnet.

Die Combined Ratio habe auf 100,8% gesenkt werden (vor einem Jahr habe diese noch 105,4% betragen), und somit ein geringeres Finanzergebnis kompensieren können (EUR 175 Mio. nach EUR 250 Mio. in 1Q10). Das Vorsteuerergebnis sei marginal auf EUR 47 Mio. (1Q10: EUR 46 Mio.) gestiegen, das Nettoergebnis habe sich jedoch aufgrund geringerer Steuern um 17% auf EUR 27 Mio. verbessert. Die Ergebnisse der UNIQA im ersten Quartal hätten damit exakt die Erwartungen der Analysten getroffen, an ihren Ergebnisschätzungen müssten die Analysten daher momentan nichts ändern.

Bewertungstechnisch bleibe auch alles beim Alten. Die Aktie notiere deutlich über ihrem Buchwert (aktuell bei knapp über EUR 9), könne aber nur einen gering einstelligen ROE aufweisen. Investoren würden offensichtlich von deutlich steigenden Ergebnissen ausgehen, die aber nicht einmal das Management der UNIQA momentan für möglich halte. Das KGV für 2011 liege selbst im besten Fall über 20x, einzig und allein das Verhältnis Kurs/Embedded Value (derzeit 1x) könne als angemessen bezeichnet werden. Aber selbst hier müsse man berücksichtigen, dass der Embedded Value das noch immer defizitäre Geschäft der Schaden-/Unfallversicherung nicht berücksichtige.

Die geringe Liquidität komme der Aktie nach Meinung der Analysten entgegen. Institutionelle Investoren fänden ohnehin wenig Interesse an der Aktie, das würden die dürftigen Umsätze zeigen. Privatanleger sollten sich die Bewertung der UNIQA genauer ansehen. Nach Meinung der Analysten sei die UNIQA eindeutig überbewertet.

Die Analysten der Erste Bank bleiben bei ihrer "reduzieren"-Empfehlung für die UNIQA-Aktie. Das Kursziel werde bei 13,80 EUR gesehen. (Analyse vom 27.05.2011) (27.05.2011/ac/a/a)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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