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Analysen - Marktberichte
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20.05.2011
ATX vor der Entscheidung
Erste Bank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Der ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) hat zuletzt wie erwartet eher geschwächelt - die Kombination von Jahreszeit, anstehendem Ende des Quantitative Easings II, Unsicherheiten in der Eurozone, etc. haben seit Februar dieses Jahres zu einer Konsolidierungsformation geführt, wo jetzt langsam eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung ansteht, so die Analysten der Erste Bank.
Zusätzlich hätten anstehende Kapitalmaßnahmen das Geschehen belastet, wobei ja zumindest bei OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) nun Klarheit bestehe. Hier sei die lange diskutierte Kapitalerhöhung nun gestartet - die Analysten würden spätestens mit dem Ende der Zeichnungsfrist am 6. Juni einen deutlichen Kursanstieg erwarten.
Die Analysten würden hoffen, dass der ATX in der Zeit bis dahin die 200-Tageslinie (aktuell bei 2.745 Punkten) oder noch besser die Unterstützung bei 2.775 halten können werde, da ansonsten ein deutlicherer Rücksetzer drohen würde. Die OMV-Aktie sei mit einem unveränderten Kurs im Wochenvergleich damit auch gleichzeitig der 3. stärkste ATX-Wert gewesen.
Der stärkste Kursgewinner im ATX sei letzte Woche ganz eindeutig die Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4/ WKN A0JML5) (+6,6%) gewesen, die nach dem Tiefststand letzte Woche (auch bedingt durch ex-Dividende) mit guten Q1-Zahlen deutlich an Boden habe gewinnen können. Die Analysten würden diesen Wert weiter auf Schiene sehen und bei ihrer Kaufempfehlung bleiben. Einziger sonstiger ATX-Gewinner neben der Österreichischen Post sei die EVN (ISIN AT0000741053/ WKN 878279) mit einem spärlichen Plus von 0,1% gewesen.
Verloren hätten diese Woche Wienerberger (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) (-4,8%, ohne besondere News), wieder einmal Intercell (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) (-4,3%, ebenso ohne besondere News) und Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) (-3,5%). Hier wirke sich die letzte Woche erwähnte Abwertung in Weißrussland belastend auf den Kursverlauf aus.
In der nächsten Woche würden noch einige vereinzelte Q1-Zahlen vorgelegt werden - u.a. von CA Immobilien (ISIN AT0000641352/ WKN 876520), UNIQA (ISIN AT0000821103/ WKN 928900), Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU) und Vienna International Airport (ISIN AT0000911805/ WKN 884216). Die Analysten würden von diesen Zahlen aber keine wesentlichen Impulse für den ATX sehen.
Zusätzlich würden OMV (EUR 1,00), conwert (ISIN AT0000697750/ WKN 801475) (EUR 0,30) und Telekom Austria (EUR 0,75) am Montag ihre Dividenden ausschütten, das für die Anleger erfreulich, für den ATX als Kursindex aber Abschläge bringen werde.
Die Analysten würden daher denken, dass der ATX in der nächsten Woche mit den Unterstützungen bei 2.775 und 2.750 Punkten zu tun haben werde und dementsprechend einen weiter schwächelnden Kursverlauf erwarten. Der Abschluss der OMV-Kapitalerhöhung könnte den ATX dann hoffentlich im Juni wiederbeleben. (20.05.2011/ac/a/m)
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