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Analysen - Ausland
20.05.2011
Telekom Austria volle Aufmerksamkeit auf Weißrussland
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Bernd Maurer, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Telekom Austria-Aktie (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) weiterhin mit "halten" ein.

Weißrussland sei der drittgrößte ausländische Markt der Telekom Austria und trage rund 10% zum Gruppen-EBITDA bei. Die wahrscheinliche Abwertung von BYR (Weißrussischer Rubel)/EUR um annahmengemäß rund 30% ab dem vierten Quartal 2011 entspreche den Analysten-Berechnungen zufolge einem negativen Effekt von rund EUR 0,7 je Aktie. Die Zahlen des ersten Quartals 2011 hätten auf operativer Ebene sowohl den Analysten- als auch den Markterwartungen entsprochen.

Aufgrund eines Einmaleffekts habe jedoch erwartungsgemäß nur ein negatives Nettoergebnis erreicht werden können. Positiv anzumerken sei jedoch, die starke operative Performance der weißrussischen Division. Die Bulgarische Sparte M-Tel hingegen sei hinter den Analysten-Erwartungen zurückgeblieben und auch der im Quartalsvergleich gesunkene kroatische Marktanteil sowie die Margenentwicklung in Slowenien hätten negativ überrascht.

Während die Analysten-Erwartungen auf Gruppenebene nahezu unverändert geblieben seien, hätten sie den bulgarischen und kroatischen Gewinnbeitrag nach unten korrigiert, während sie ihre Schätzungen für Weißrussland angehoben hätten (ohne hierbei die Effekte eines möglichen größeren Abwertungsschritts zu berücksichtigen). Unterstützung sehe man in der Verringerung der Mitarbeiterzahl sowie der positiven Effekte im Zuge der Zusammenlegung der Mobil- und Festnetzsparte. Während für die Jahre 2011 und 2012 EBITDA-Rückgänge in den etablierten CEE-Märkten erwartet würden, sollte 2013 wieder steigende EBITDA-Beiträge bringen.

Positiv möchten die Analysten die Fixdividende von EUR 0,76 und die starke Marktposition und das Wachstumspotenzial in CEE und SEE hervorheben. Durch Aktivitäten in Festnetz und Mobilfunk seien Kombiprodukte möglich. Die Integration von mobilkom austria in Telekom Austria verbessere die Kostenstruktur.

Die Festnetzumsätze seien jedoch aufgrund von Substitution durch Mobilfunk rückläufig. Die Marktdurchdringung im Mobilfunkbereich sei bereits hoch. Durchschnittliche Umsätze je Mobilfunk-Kunde seien deutlich gefallen.

Aufgrund verschiedener Bewertungsmethoden senken die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihr Kursziel von EUR 11,70 auf EUR 10,20 und bestätigen ihre "halten"-Empfehlung für die Telekom Austria-Aktie. (Analyse vom 19.05.2011) (20.05.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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