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Analysen - Ausland
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19.05.2011
Banco Santander erobert nicht nur die neue Welt
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Jörn Lange und Aaron Alber, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie der Banco Santander (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
Die Bank sei gut aufgestellt und diversifiziert: Der Gewinnbeitrag Spaniens liege unter 15%, der Lateinamerikas bei über 40% und Großbritanniens bei 17%. Die sehr effiziente IT-Plattform ermögliche deutliche Kostenersparnisse bei Akquisitionen. Die Akquisition der deutschen SEB-Filialen, der britischen RBS-Filialen und der polnischen Bank Zachodni böten Potenzial für eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte.
Die Kapitalausstattung sei solide (Kernkapitalquote/Core Tier 1: 9,7%). Der Einfluss der Familie Botin sei trotz geringer Kapitalbeteiligung weiterhin sehr hoch. Der absehbare Generationenwechsel (Präsident/Chairman Emilio Botin sei inzwischen über 75 Jahre alt) könne vorübergehende Verunsicherung auslösen.
Banco Santander sei sehr gut durch die Finanzkrise gekommen, da die Bank um die "giftigen" Finanzprodukte einen großen Bogen gemacht habe. Aufgrund des hohen Wachstumspotenzials in Lateinamerika und der diversen genutzten Übernahmegelegenheiten sei die Bank inzwischen auch ohne diese Risiken zu einer führenden Bank weltweit geworden.
Selbst die Krise im Heimatmarkt Spanien mit den stark steigenden Kreditausfällen könnten der Bank nicht viel anhaben, da die spanische Notenbank bereits in den guten Jahren eine hohe Reservenbildung gefordert habe. Diese Krise biete Santander aber nicht nur international Möglichkeiten, Marktanteile zulasten der schwächeren Marktteilnehmer auszubauen. Auch in Spanien würden sich durch die Restrukturierung des Finanzsektors attraktive Chancen für Zukäufe ergeben.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank rechnen daher mit einer Fortsetzung der Erfolgsgeschichte und bestätigen angesichts der vergleichsweise niedrigen Bewertung ihre "kaufen"-Einschätzung für die Banco Santander-Aktie. (Analyse vom 18.05.2011) (19.05.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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