|
Analysen - Ausland
|
19.05.2011
UniCredit Marktposition langfristig gestärkt
Raiffeisen Centrobank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Wien (aktiencheck.de AG) - Jörn Lange und Aaron Alber, Analysten der Raiffeisen Centrobank, raten die UniCredit-Aktie (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) nach wie vor zu kaufen.
Die Marktführerschaft in Zentral- und Osteuropa sollte mittel- bis langfristig wieder als Wachstumstreiber fungieren. Die Restrukturierung im Italiengeschäft (Zusammenlegung der verschiedenen Tochtergesellschaften unter einem Dach) biete weitere Kostensenkungspotenziale. Die Aktie sei günstig bewertet.
Die Kapitalbasis sei mit einer Kernkapitalquote von 9,1% (Core Tier 1) solide. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft bleibe trotz einer aktuellen Stabilisierung hoch. Das Zinsergebnis leide weiterhin unter dem niedrigen Zinsumfeld.
UniCredit sei sowohl von der Finanzkrise als auch von der Osteuropakrise getroffen worden. Aufgrund der breiten Diversifizierung sei die Bank allerdings unverändert solide aufgestellt. UniCredit leide zwar auf der Ertragsseite unter dem niedrigen Zinsumfeld sowie unter der stabilisierten aber immer noch hohen Risikovorsorge im Kreditgeschäft, das Institut begegne dem jedoch durch Kostensenkungen. Daneben dürfte die Bank nach Erachten der Analysten Marktanteile von schwächeren Wettbewerbern gewinnen. Beides sollte sich mittel- bis langfristig auch wieder in steigenden Gewinnen ausdrücken.
Kurzfristig rechne man mit anhaltenden Belastungen des Sentiments. Einerseits würden weiterhin die makroökonomischen Themen (z. B. Staatsfinanzierungskrise) auf die Stimmung drücken. Andererseits sei nach den Kapitalerhöhungen einiger italienischer Wettbewerber auch der diesbezügliche Druck auf UniCredit gestiegen. Auf dem aktuellen Kursniveau halte man diese Risiken allerdings für weitgehend eingepreist.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bestätigen daher ihre "kaufen"-Einschätzung für die UniCredit-Aktie. (Analyse vom 18.05.2011) (19.05.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|