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Analysen - TecDAX
19.05.2011
Wirecard starker Anstieg des Transaktionsvolumens in der E-Commerce-Industrie
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Wirecard-Aktie (ISIN DE0007472060/ WKN 747206) weiterhin mit "halten" ein.

Gründe für den starken Anstieg des Transaktionsvolumens in der E-Commerce-Industrie seien:

- Verglichen mit dem Beitrag in der Offline-Welt und gegenüber digitalen Dienstleistungen seien klassische Konsumgüter (z.B. elektronische Geräte) im Internet noch unterrepräsentiert. In den letzten Quartalen sei die Online-Nachfrage nach Konsumgütern groß gewesen, sodass Anteile gegenüber digitalen Dienstleistungen hätten gewonnen werden können.

- Der durchschnittliche Verkaufspreis (= durchschnittliche Ticketgröße) steige, weil der Anteil an hochpreisigen Produkten zunehme.

- Im Gegensatz zu typischen elektronischen Konsumgütern seien digitale Dienstleistungen im Internet überrepräsentiert gewesen und hätten nun wieder "normale" Wachstumsraten erreicht. Darüber hinaus nehme der Anteil an Dienstleistungen mit durchschnittlichen niedrigeren Ticketgrößen zu und führe damit zu einer leichten Verringerung des durchschnittlichen Ticketpreises bei digitalen Gütern.

Das EPS von EUR 0,12 sei in Q1/2011 gegenüber Q1/2010 (EUR 0,12) unverändert geblieben. Das EBITDA sei durch Einmaleffekte i.H.v. EUR 2,3 Mio. belastet worden (IT-Kosten, Verlegung des Firmensitzes). Die Abschreibungen seien höher gewesen (Q1/2011: EUR 3,7 Mio., Q1/2010: EUR 3,3 Mio.). Die Steuerquote sei von 11% in Q1/2010 auf 19% in Q1/2011 angestiegen.

In der Vergangenheit habe Wirecard aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen in der Bank eine sehr niedrige Steuerquote von etwa 11% gehabt. Diese seien vollständig aufgebraucht und das Management erwarte eine Steuerquote im Bereich von 19% bis 21%.

Die Bruttomarge habe sich mit 42,8% in Q1/2011 gegenüber Q1/2010 (46,8%) verringert. Der Trend gehe in Richtung Kunden mit einem höheren Transaktionsvolumen und damit sei (wie erwartet) ein gewisser Preisdruck entstanden. Ein höherer Anteil am E-Commerce habe einen leicht negativen Effekt auf die Bruttomarge gehabt. Die Bruttomarge für Wirecard im Geschäft mit digitalen Gütern sei üblicherweise höher als im E-Commerce-Geschäft.

Damit ändere sich nichts an der Einstellung der Analysten: Es sei ein großartiges, skalierbares Geschäftsmodell mit strukturellem Wachstum und niedriger Kapitalintensität. Wachstum und Skalierung würden allerdings in der aktuellen Bewertung reflektiert.

Die Analysten von Warburg Research raten die Aktie von Wirecard nach wie vor zu halten. Das Kursziel sehe man unverändert bei EUR 13. (Analyse vom 18.05.2011) (19.05.2011/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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