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Analysen - DAX 100
17.05.2011
Deutsche EuroShop fast 30% Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2011 erwartet
Oldenburgische Landesbank

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Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Aktie der Deutschen EuroShop (ISIN DE0007480204/ WKN 748020) von "aufstocken" auf "halten" herab.

Das Geschäftsmodell der Deutschen EuroShop beruhe auf dem Kauf, der Restrukturierung und Modernisierung bzw. Erweiterung von ganzen Einkaufszentren. Pro Jahr sollten dabei etwa zwei bis drei neue Center hinzugekauft bzw. umgebaut werden. Die erwirtschafteten Gewinne würden dabei größtenteils an die Anteilseigner ausgeschüttet. Aufgrund dieser Tatsache würden Investitionen über Fremdkapital und neues Eigenkapital finanziert. Kapitalerhöhungen würden also durchaus zum Geschäftsmodell gehören.

Die Mietverträge mit den Mietern der Verkaufsflächen (in der Regel Ketten wie z.B. Douglas (ISIN DE0006099005/ WKN 609900), Real oder H&M (ISIN SE0000106270/ WKN 872318)) hätten eine Laufzeit von zumeist zehn Jahren und seien an die Inflation sowie bei Überschreiten bestimmter Grenzen an den Umsatz des Mieters gekoppelt. Aufgrund der Tatsache, dass für die Center teilweise hohe Anfangsinvestitionen notwendig seien und damit Verluste anfallen würden, zahle die Deutsche EuroShop in den nächsten Jahren quasi keine Steuern.

Die aktuelle Situation in Deutschland mache optimistisch. So rechne die Deutsche EuroShop für 2011 mit einer kräftigen Umsatzausweitung auf 188 Mio. Euro (+30%). Wirksam würden neben den Portfolio-Ausweitungen um das zu Jahresbeginn übernommene Billstedt-Center (Hamburg) auch die Center-Erweiterungen. 2012 solle der Umsatz die Marke von 200 Mio. Euro überschreiten. Für weitere Zukäufe könnten rund 300 Mio. Euro mobilisiert werden. Die starke Nachfrage nach Einzelhandelsobjekten führe aber zunehmend zu Preisübertreibungen.

Das operative Ergebnis solle in 2011 um 28% auf 125 Mio. Euro zulegen. Das Ergebnis je Aktie solle auf 1,59 Euro steigen. Damit würde das Unternehmen genügend cash generieren, um die angestrebte Dividende zahlen zu können. Diese solle für 2010 auf 1,10 Euro erhöht werden, für das Geschäftsjahr 2011 werde eine Auskehrung von 1,15 Euro erwartet. Die Leerstandsquote erwarte Böge weiterhin unter 1%. Die durchschnittlichen Kreditkosten für Fremdkapital würden unter 5% erwartet, dies sei auf die extrem konservative Finanzierung der Unternehmung zurückzuführen. Die Eigenkapitalfinanzierung liege bei 50%.

Das wirtschaftliche Umfeld spreche für die Deutsche EuroShop. Aufgrund der inflationsindexierten Mieteinnahmen profitiere das Unternehmen vom derzeitigen Preisauftrieb in der Eurozone und speziell in Deutschland. Das anhaltend niedrige Zinsumfeld führe hierzulande zu einer vermehrten Bautätigkeit. Die Aktie biete sich als defensives Investment geradezu an, zumal auch die Dividendenrendite mit über 4% ordentlich sei. Aufgrund der mittlerweile ambitionierten Bewertung würden die Analysten nur noch eine marktgleiche Entwicklung der Aktie erwarten.

Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank stufen die Deutsche EuroShop-Aktie von "aufstocken" auf "halten" herunter. (Analyse vom 12.05.2011) (17.05.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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