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Analysen - Ausland
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13.05.2011
Telekom Austria Quartalsergebnis 2011 unter den Erwartungen
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Vera Sutedja, Analystin der Erste Bank, rät die Aktie der Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) zu halten.
Das Ergebnis des 1. Quartals 2011 von EUR -79,2 Mio. habe durch einen höher als erwartenden Restrukturierungsaufwand in Höhe von EUR 184,1 Mio. im Segment Österreich und einen Verlust aus Wechselkursdifferenzen in der Höhe von EUR 5,9 Mio. unter der Analysten- und unter der Markt-Prognose gelegen. Die Umsatzerlöse im 1. Quartal seien um 0,7% auf EUR 1.118 Mio. gesunken und seien damit innerhalb der Analysten- und der Markt-Prognose gewesen.
Das Segment Österreich habe aufgrund der aggressiven Smartphone- und Mobilbreitband-Preise, der stetigen Reduktion der Festnetz-Minuten und der regulierungsbedingten weiteren Reduktion der Roaming-Gebühren sowie mobilen Terminierungsentgelten eine 3,4%ige Umsatzsenkung auf EUR 738,3 Mio. gezeigt und damit 65,5% der Gruppenumsätze beigetragen. Das größte internationale Segment Bulgarien habe unter einem hohen Wettbewerbsdruck sowie der Reduktion der mobilen Terminierungsentgelte gelitten. Der Umsatz sei um 4% auf EUR 133,4 Mio. organisch gefallen.
Das bereinigte EBITDA der Gruppe, d. h. exklusive Restrukturierungsaufwand, sei im 1. Quartal 2011 um 7,1% auf EUR 396,7 Mio. gefallen, was leicht über der Prognose der Analysten liege. Das Segment Österreich habe durch geringere Umsatzerlöse und höhere Stützungen für Smartphones die stärkste Verminderung des EBITDA gezeigt (-11,3% gegenüber 1Q10). Im Segment Bulgarien sei das bereinigte EBITDA um 10,7% durch höhere Materialaufwendungen (Smartphone) und höhere Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen als Ergebnis von Verzögerungen bei der Rechnungslegung und Inkasso auf EUR 64,7 Mio. gesunken. Die Dividende und der Ausblick für 2011 seien bestätigt worden. Dieser Ausblick gehe von einer konstanten Währungsbasis aus.
Heute habe der Wechselkurs des Weißrussischen Rubels von 3.061/USD auf 5.500/USD abgewertet. Das Segment Weißrussland trage ca. 8% des Umsatzes und 11% des EBITDA bei. Eine Abwertung des Rubels in Höhe von 40% werde laut der Telekom Austria zu 20% und 26% niedrigem Umsatz bzw. EBITDA im Segment Weißrussland führen. Das entspreche ca. EUR 40 Mio. oder 2,5% weniger EBITDA der Gruppe. Das Risiko von Goodwill-Abschreibungen sei auch hoch. Daher würden die Analysten eine negative Kursentwicklung der Telekom Austria-Aktie erwarten.
Die Analysten der Erste Bank empfehlen die Telekom Austria-Aktie zu halten. Das Kursziel werde bei 11 EUR gesehen. (Analyse vom 13.05.2011) (13.05.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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