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Analysen - Ausland
12.05.2011
Johnson & Johnson Synthes Kauf fixiert
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) (J&J) von "verkaufen" auf "halten" hoch.

Während im vierten Quartal der Umsatz noch enttäuscht habe, habe J&J in diesem Quartal sowohl ein Wachstum im Jahresvergleich verzeichnen als auch die Analystenschätzungen übertreffen können. Der Umsatz sei um 3,5% auf USD 16,2 Mrd. gestiegen (Konsens: USD 15,8 Mrd.). Auch der bereinigte Gewinn je Aktie habe im Jahresvergleich gesteigert werden können (+4,7%) und mit USD 1,35 die Markterwartungen übertroffen, die bei USD 1,27 gelegen hätten.

Nachdem er im Vorquartal noch enttäuscht habe, sei der Ausblick für den Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr dieses Quartal auf USD 4,90 bis 5,00 angehoben worden und treffe nun ungefähr die Analystenschätzungen (USD 4,98). J&J habe eine Erhöhung der vierteljährlichen Dividende von USD 0,54 auf USD 0,57 angekündigt.

Der Medizintechnik- und der Pharmabereich hätten jeweils ein operatives Wachstum in Höhe von 1,3% bzw. 6,4% verzeichnet. Nur die Verbrauchersparte habe wieder einen Rückgang von 4,1% hinnehmen müssen. Im Pharmabereich seien besonders Stelara (Psoriasis), Simponi (rheumatoide Arthritis) und Invega Sustenna (Shizophrenie) erfolgreich gewesen.

Nach einem turbulenten Jahr habe J&J gute Zahlen für das erste Quartal 2011 berichtet. Sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn je Aktie hätten im Jahresvergleich ein Wachstum verzeichnet und somit die Analystenschätzungen übertreffen können. Nachdem der Konzern erst im Februar den Impfstoff-Hersteller Crucell übernommen und somit seinen Pharmabereich aufgebessert habe, habe J&J Ende April angekündigt, Synthes (ISIN US87162M4096/ WKN A0B5F2), den Schweizer Medizintechnikkonzern, um USD 21,3 Mrd. zu akquirieren. Zusammen mit der Tochterfirma DePuy werde Synthes zukünftig den größten Teil des Medizintechnikbereichs darstellen.

Nach dieser Quartalsentwicklung ist eine "verkaufen"-Empfehlung für die Johnson & Johnson-Aktie nicht mehr gerechtfertigt, weshalb die Analysten der Raiffeisen Centrobank diese wieder auf "halten" ändern. (Analyse vom 10.05.2011) (12.05.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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