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Analysen - DAX 100
09.05.2011
Axel Springer Erholung der Werbekonjunktur bei Zeitungen bleibt aus
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Axel Springer (ISIN DE0005501357/ WKN 550135) weiterhin mit "kaufen" ein.

Die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Quartalsergebnisse sollten sein:

- steigende Papierpreise: Im Vergleich zu 2010 dürften die Papierpreise für Axel Springer zwischen 8% und 15% (WRe) steigen. Bei einem Einkaufsvolumen in 2010 von etwa EUR 200 Mio. ergebe sich dadurch ein negativer Preiseffekt von bis zu EUR 30 Mio. im Jahr 2010.

- Akquisitionen und Joint Venture würden Umsatz und Ergebnis treiben: Im Vergleich zu
Q1/10 werde Umsatz und Ergebnis durch das Joint Venture mit Ringier, die Akquisition von SeLoger (nur für den Monat März) sowie weitere Akquisitionen (z.B. buy.at) getrieben (Umsatzeffekt WRe: ca. EUR 25 Mio.).

- ausbleibende Erholung der Werbekonjunktur bei Zeitungen: Laut Nielsen seien die Bruttowerbeausgaben in Q/2011 in Deutschland um +4,7% gestiegen. Der Bereich Tageszeitungen sei im Vergleich dazu um -2,7% rückläufig gewesen.

Axel Springer dürfte verhalten ins Jahr starten. Mögliche negative Kursreaktionen am Mittwoch könnten als Opportunität betrachtet werden: Auf Basis eines SotP-Ansatzes (fairer Wert: EUR 140) sei die Akte derzeit deutlich unterbewertet. Axel Springer habe für die "Bild-Zeitung" bereits Preiserhöhungen im laufenden Jahr angekündigt. Dies sollte die negativen Papierpreiseffekte sowie das schwache Werbeumfeld kompensieren. Das Segment Digitale Medien dürfte strukturell weiter hohe Wachstumsraten zeigen.

Das "kaufen"-Rating der Analysten von Warburg Research und Kursziel von EUR 144 bleiben für die Aktie von Axel Springer unverändert. (Analyse vom 09.05.2011) (09.05.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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