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Analysen - Ausland
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06.05.2011
Ford Motor es kann nur mehr schlechter werden
Raiffeisen Centrobank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Richard Malzer, Analyst der Raiffeisen Centrobank, ändert die Einschätzung für die Aktie von Ford Motor (ISIN US3453708600/ WKN 502391) auf "halten".
Ford habe im ersten Quartal um 12% mehr Autos verkauft, dabei den Umsatz um 18% auf USD 33,1 Mrd. gesteigert und den Vorsteuergewinn um 41% auf USD 2,8 Mrd. erhöht. Damit habe man die Markterwartungen deutlich übertroffen. Die operative Marge sei im Vergleich zum Vorjahresquartal von 6,2% auf 7,7% gestiegen. Die Bilanz sei deutlich verbessert worden. Ford sei weiterhin dabei, die Verschuldung - dank guter Cash-Flow-Generierung - zu reduzieren.
Ford rechne für 2011 ggü. dem Vorjahr mit Rohstoffkostensteigerungen von USD 2 Mrd., die strukturellen Kosten im Automobilgeschäft sollten ebenfalls um USD 2 Mrd. steigen. Von diesen insgesamt USD 4 Mrd. hätten sich im ersten Quartal erst USD 700 Mio. niedergeschlagen. Die nächsten Quartalsergebnisse dürften nicht mehr so gut wie die des ersten Quartals ausfallen. Negativ sei auch die starke Abhängigkeit von Nordamerika. Ford sei nur sehr schwach in Emerging Markets aufgestellt.
Mit dem Ergebnis zum ersten Quartal habe Ford erneut bewiesen, dass der Turnaround geschafft sei, die Schuldensituation sich fortwährend verbessere und das Unternehmen nunmehr in allen Regionen mit positiven Margen operiere. In Nordamerika habe man sogar 10,3% operative Marge erreicht. Alles sehr beeindruckende Zahlen. Nur habe die Aktie diese Entwicklung in den letzten Monaten bereits vorweggenommen und zuletzt nur mehr wenig Dynamik gezeigt.
Dass 65% des Gewinns alleine aus dem nordamerikanischen Autogeschäft stammen und die restlichen Regionen wie Europa und Südamerika nur rund 7% bzw. 10% beitragen würden, untermauere die Konzentration auf eine einzelne Region. Die Absatzzahlen würden hier zwar in den nächsten Jahren - von sehr tiefen Niveaus kommend - weiterhin ansteigen, aber der Wettbewerb werde intensiver. Die Japaner würden nach überwundenen Lieferproblemen die Kunden mit Rabatten locken und die Koreaner (Hyundai/Kia) würden sich zu ernsthaften Konkurrenten entwickeln. GM (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM) sei mittlerweile ebenso wieder auferstanden - auch wenn Ford die besseren Modelle habe.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank ändern daher ihre Einschätzung für die Ford Motor-Aktie auf "halten". (Analyse vom 05.05.2011) (06.05.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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