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Analysen - Ausland
04.05.2011
Teva steuert weiter auf Übernahmekurs
Frankfurter Tagesdienst

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Detmold (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" sollten Engagements bei der Teva Pharmaceutical-Aktie (ISIN US8816242098/ WKN 883035) zurückgestellt werden, bis die aktuelle Abwärtsbewegung einen belastbaren Boden gefunden hat.

Gerade mal ein Jahr nach der Übernahme von Ratiopharm nehme der in Israel ansässige Pharmahersteller Teva die nächste milliardenschwere Großakquisition in Angriff: Das Unternehmen wolle den US-Wettbewerber Cephalon (ISIN US1567081096/ WKN 881752) für rund 7 Milliarden US-Dollar übernehmen. Mit seinem Angebot von 81,50 US-Dollar je Aktie habe der weltgrößte Generikahersteller die Offerte des kanadischen Konkurrenten Valeant (ISIN CA91911K1021/ WKN A1C6JH) um fast 12% überboten. Die Kanadier hätten sich daraufhin geschlagen gegeben und ihr Angebot zurückgezogen. Die Transaktion, der das Management von Cephalon bereits zugestimmt habe, wolle Teva voraussichtlich im dritten Quartal abschließen.

Mit der Akquisition von Cephalon wolle Teva-Chef Shlomo Yanai das Geschäft mit patentgeschützten Originalpräparaten ausbauen. Durch das breitere Medikamentenangebot wolle Yanai Synergiepotenziale beim Vertrieb heben und die Rentabilität erhöhen. Bisher habe Teva den Großteil seiner Umsätze bei Originalpräparaten mit dem Multiple-Sklerose-Medikament Copaxone erwirtschaftet. Dank der Produktpalette von Cephalon würden die Israelis in diesem wichtigen Marktsegment mit über 20 Markenmedikamenten einen Gesamtumsatz von 7 Milliarden US-Dollar erzielen.

Nach Einschätzung der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" stellt Teva Pharmaceutical eine der interessantesten Wachstumsstories im hartumkämpften Generikamarkt dar. Aufgrund der derzeitigen Markttechnik sollten Engagements allerdings noch zurückgestellt werden, bis die aktuelle Abwärtsbewegung einen belastbaren Boden gefunden habe. (Ausgabe 68 vom 03.05.2011) (04.05.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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