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Analysen - Ausland
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03.05.2011
Philip Morris operative Marge kann sich erneut sehen lassen
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Christine Nowak, Analystin der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Philip Morris (ISIN US7181721090/ WKN A0NDBJ) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Positiv anzusehen sei das starke Wachstum im asiatischen Raum. Der organische Umsatz (exkl. Währung und dem Joint Venture mit der philippinischen Fortune Tobacco) sei im ersten Quartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 11,6% gestiegen. Die Entwicklung in Westeuropa und in den Regionen Osteuropa, mittlerer Osten (EEMA) und Afrika sei rückläufig. Der operative Gewinn sei um 10,8% auf USD 3,1 Mrd. gestiegen unterstützt durch höhere Zigarettenpreise (+7% ggü. dem Vorjahreswert) und einem positiven Währungseffekt (+2,5%). Trotz geringerer operativer Beiträge aus dem EEMA-Raum habe die operative Marge um 280 BP auf 45,5% gesteigert werden können.
Positiv zu bewerten sei zudem die Anhebung der Jahresprognose auf USD 4,55 bis USD 4,65 Gewinn pro Aktie, sowie der Anstieg des Free Cash Flows allein in Q1 um 22,2% auf USD 2,2 Mrd. Philip Morris profitiere von der Erdbebenkatastrophe in Japan, da der Hauptkonkurrent Japan Tobacco in der Produktion eingeschränkt sei. Ob die für Philip Morris positiven Effekte allerdings nachhaltig seien, werde sich erst in den kommenden Quartalen herausstellen.
Die Kosteneinsparungen in 2011 in Höhe von USD 250 Mio. sollten die Erhöhungen der Rohstoffkosten (Energiekosten) abfangen. Die Entwicklung des Zigarettenabsatzes sei weiterhin regional unterschiedlich. Philip Morris habe Interesse an einer Übernahme des bulgarischen Tabakkonzerns Bulgartabac (ISIN BG11BUSOGT14/ WKN 808155).
Das Umfeld für Tabakkonzerne bleibe unverändert schwierig (Steuererhöhungen und zusätzliche Regulierungen hinsichtlich Absatz und Rauchverboten). Für Philip Morris würden allerdings starke Marken und die Preisdurchsetzungsfähigkeit in Verbindung mit Markt- bzw. Markenführerschaft in einigen Ländern sprechen. Die Anhebung der Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, die Steigerung der operativen Marge trotz eines schwierigen Umfelds, ein hoher Cash Flow sowie eine ansprechende Dividendenrendite würden für den Konzern sprechen.
Auch wenn das Kursniveau bereits sehr ambitioniert ist, räumen die Analysten der Raiffeisen Centrobank der Philip Morris-Aktie weiteres Aufwärtspotenzial ein und ändern ihre Einschätzung von "halten" auf "kaufen". (Analyse vom 02.05.2011) (03.05.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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